Die Backsteingotik ist der prägende Baustil in Mecklenburg-Vorpommern. Von der Landesregierung wird sie als kulturelles Kernthema definiert und findet sich in der Koalitionsvereinbarung von SPD und CDU wieder.
Die Initiative "Wege zur Backsteingotik" wird durch das Land, die beiden evangelischen Landeskirchen, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, den Norddeutschen Rundfunk und den Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern unterstützt.
Der rote Backstein ist ein Markenzeichen des Landes. Davon zeugen die gewaltigen Stadtkirchen wie St. Georgen in der Hansestadt Wismar, die Marienkirchen in der Hansestadt Rostock und der Hansestadt Stralsund oder St. Nikolai in der Hansestadt Greifswald, Rathäuser wie in Stralsund, Befestigungsanlagen und Stadttore in Neubrandenburg sowie die rund 30 ehemaligen Klöster des Landes. Zudem ist der rote Backstein Zeichen einer gemeinsamen europäischen Geschichte, an die mit der "Europäischen Route der Backsteingotik" angeknüpft wird.
Im Jahr 2007 standen die Klöster des Landes im Mittelpunkt der Arbeit der Initiative "Wege zur Backsteingotik". Jährlich besuchen mittlerweile insgesamt über 1,1 Millionen Menschen die ca. 30 ehemaligen Klöster im Land. Die großen Stadtkirchen in Mecklenburg-Vorpommern werden von knapp zwei Millionen Menschen im Jahr besucht. Zwei ständige Backsteinausstellungen gibt es in der Marienkirche in Wismar und in der Marienkirche in Neubrandenburg. Gefördert werden diese Ausstellungen durch das Land.
Herausragend für die kulturelle Entwicklung im Lande war 2007 die Aufnahme der beiden Hansestädte Stralsund und Wismar in die Welterbeliste der UNESCO.