Seit Mai 2008 ist der Bildungsbus unter dem Motto „Demokratie auf Achse“ im Land unterwegs. Vormittags macht das Bus-Team auf Schulhöfen Station und bietet Projektstunden zu den Themen Politik und DDR-Geschichte an. An den Nachmittagen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landeszentrale und der Landesbeauftragten für Gespräche und Informationen zu Politik und Geschichte zur Verfügung. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich über das umfangreiche Angebot an Materialien zu informieren und Anträge auf Einsicht in die Stasi-Akten zu stellen.
Das Projektteam hat eigens für den Einsatz in den Schulen ein Planspiel entwickelt, bei dem die Schüler in selbst erdachten Parteien und zu eigens gewählten Themen um die Gunst der Wähler konkurrieren.
"Die Schülerinnen und Schüler zeigen großes Engagement und lernen dabei spielerisch, dass es interessant und wichtig ist, aktiv mitzuwirken und seine Meinung zu sagen", so das Resümee des Direktors der Landeszentrale für politische Bildung, Jochen Schmidt.
Auch das Interesse an den Themen "DDR" und "Staatssicherheit" zeige, dass die Bereitschaft auch in der jüngeren Generation vorhanden ist, sich mit der diesem Teil der Geschichte auseinander zu setzen, hob die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marita Pagels‑Heineking, hervor: "Wir dürfen nicht nur über das mangelnde Geschichtswissen Jugendlicher klagen, sondern wir müssen ihnen auch interessante Angebote zur Auseinandersetzung mit der Geschichte machen. Hierzu ist „Demokratie auf Achse“ ein wichtiges Instrument".