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Frauen und Männer in der Wissenschaft

Professorin Kerstin Thurow, Uni Rostock
Professorin Kerstin Thurow, Uni Rostock

Die Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Wissenschaft zu verwirklichen, ist ein Leitgedanke der Wissenschafts- und Hochschulpolitik in unserem Land. Qualitätssicherung, Leistungssteigerung und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Hochschulen sind nur möglich, wenn das Qualifikations- und Kreativitätspotential von Frauen und Männern gleichermaßen ausgeschöpft wird. Deshalb gilt es zunächst, die bestehende Unterrepräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsebenen, insbesondere jedoch bei den Professuren, abzubauen. Als Auftrag für die Hochschulen Mecklenburg-Vorpommerns ist im Landeshochschulgesetz verankert, dass die Gleichberechtigung von Frauen und Männern gefördert und umgesetzt wird.

Ergänzend hierzu haben sich die Hochschulen mit dem Bildungsministerium in Zielvereinbarungen dazu verpflichtet, die Strategie des Gender Mainstreaming zu implementieren. Gleichzeitig wurden Maßnahmen eigens für die Hochschulen entwickelt, um die Rahmenbedingungen für mehr Chancengleichheit nachhaltig zu verbessern. Hierzu gehört es, familienfreundliche Arbeits- und Studienbedingungen zu schaffen und Schülerinnen dazu zu motivieren, technisch orientierte Studiengänge auszuwählen.

Beispielhaft sei das "Kompetenzzentrum Frauen für Naturwissenschaft und Technik" genannt. Langfristiges Ziel des Kompetenzzentrums ist es, den Anteil weiblicher Studierender in technischen und naturwissenschaftlichen Fächern und Studiengängen zu erhöhen.

Seit dem Herbst 1996 hat der Forschungsschwerpunkt gender studies auch in Mecklenburg-Vorpommern einen dauerhaften Platz gefunden. Das Interdisziplinäre Zentrum Frauen- und Geschlechterstudien an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (IZFG) bezieht die Perspektive der Geschlechterdifferenz als handlungsleitend in die Bereiche von Forschung, Lehre und Wissenschaft ein. Es bündelt die an der Universität vorhandenen Potenziale, initiiert den fächerübergreifenden Diskurs sowie Forschungsprojekte.

Der Frauenstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen an der Fachhochschule Stralsund ist ein moderner Studiengang, mit dem auf die immer stärker fachübergreifenden Anforderungen im Ingenieurberuf reagiert wird. Die Basis für dieses Studium bilden der Bachelor-Studiengang im Wirtschaftsingenieurwesen mit einem reformierten Curriculum und der seit dem Wintersemester 2000/01 errichtete Frauenstudiengang, der zu einem Bachelor-Studiengang weiterentwickelt wurde.

Technisch qualifizierte Frauen stellen in vielen Branchen eine unausgeschöpfte Personal-Ressource dar. Da die Fachhochschule Stralsund über ein umfangreiches Netzwerk mit regionalen, überregionalen und internationalen Unternehmen verfügt, entstand die Idee, ein Patenschaftsprojekt zwischen Unternehmen, Studentinnen und Schülerinnen zu entwickeln.


Kontakt

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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern
Abteilung 3
Referat 300
Werderstraße 124
19055 Schwerin

Ute Glißmann

Telefon: 0385-588 7301
Fax: 0385-588 7083
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