Themen
Frühkindliche Bildung
Das Bildungsministerium will Rahmenbedingungen schaffen, die schon ab dem frühen Kindesalter ein lebenslanges Lernen ermöglichen. Ein entsprechender Plan soll bis zum Schuljahr 2008/9 erarbeitet werden. Vorgesehen ist unter anderem ein obligatorisches Vorschuljahr. Auch die Erzieherausbildung wird reformiert. Künftige Pädagogen sollen in der Lage sein, Kinder gezielt zu fördern, um Ihnen einen besseren Schulstart und damit größere Chancengleichheit zu gewährleisten.
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Schule
Ziel der Schulen des Landes ist es, jungen Menschen den bestmöglichen Schulabschluss zu ermöglichen. Das Schulsystem Mecklenburg-Vorpommerns weist einige Besonderheiten auf: So gibt es nach der Grundschule eine zweijährige Orientierungsstufe und ab dem Schuljahr 2007/2008 ein Abitur nach nur zwölf Jahren. Abschlussprüfungen an den Schulen richten sich nach zentralen Anforderungen. In der nächsten Zeit sind der Aufbau Selbstständiger Schulen und der Ausbau des Ganztagsunterrichts die wichtigsten Ziele der Schulentwicklung.
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Erwachsenenbildung
Was Hänschen-Klein nicht lernt, lernt Hans nimmermehr - solche großmütterlichen Weisheiten sind längst überholt. Eine sich ständig verändernde Gesellschaft verlangt vom Einzelnen vielmehr Lebenslanges Lernen. Es beginnt bereits im Kindergarten und setzt sich über Schule, Ausbildung und Studium bis weit in die Berufstätigkeit fort. Voraussetzung hierfür ist ein möglichst breiter Zugang zu Bildungsangeboten. Hierbei spielen die Volkshochschulen eine wichtige Rolle.
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Politische Bildung
Die Auseinandersetzung mit der Geschichte, den Mechanismen der Diktatur und den Werten der Demokratrie ist fester Bestandteil des Schulunterrichts in Mecklenburg-Vorpommern. Ein wichtiges Element ist dabei die Bildungs- und Gedenkstättenarbeit, die jährlich mit 250 000 Euro gefördert wird. Seit dem Schuljahr 2007/2008 setzen die Schulämter auch Koordinatoren für Demokratieerziehung ein. Zudem besteht eine Kooperation mit der Internationalen Schule für Holocaust-Studien Yad Vashem in Jerusalem. Dort werden Lehrer in israelischer Geschichte und deutsch-isrealischen Beziehungen fortgebildet.
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Hochschule und Studium
In kurzer Zeit hat sich Mecklenburg-Vorpommern von einer landwirtschaftlich geprägten Region zu einem Standort für Forschung und Lehre entwickelt. Das Land hat heute zwei Universitäten und sieben weitere Hochschulen, deren Autonomie gestärkt werden soll. Die Bildungseinrichtungen sind der Schaffung gemeinsamer Studienstandards verpflichtet, was unter anderem die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge beinhaltet. Die zwei Studentenwerke in Rostock und Greifswald versorgen Studierende mit Wohnheimplätzen, Mensaessen und Beratung. Begabte Hochschulabsolventen erhalten Promotionsstipendien.
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Wissenschaft und Forschung
Die Entwicklung der Forschung an den wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes ist der Regierung ein besonderes Anliegen. Die Forschungsergebnisse und ihre Verwertung tragen dazu bei, Arbeitsplätze zu sichern und Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Neben den Hochschulen gibt es auch eine Reihe weiterer Forschungseinrichtungen, zum Beispiel ein Max-Planck-Insitut und zwei Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft. Für Grundlagen- und angewandte Forschung stellt das Exzellenzförderprogramm bis 2010 insgesamt 8,3 Millionen Euro zur Verfügung. Ein weiteres Ziel der Regierung ist die Gleichstellung von Männern und Frauen in der Wissenschaft.
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Kultur
Schutz, Pflege und Förderung von Kultur sind in Mecklenburg-Vorpommern Staatsaufgabe. Der Begriff Kultur ist dabei weit zu verstehen und umfasst Baukunst, Denkmalpflege, Literatur, Film, Musik, Theater, Kirche und die Pflege der niederdeutschen Sprache. Sämtliche Kulturprojekte können staatliche Förderung erhalten. Hervorragende Arbeiten werden durch Stipendien und den Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern gefördert und honoriert. Mit dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege sowie dem Staatlichen Museum Schwerin gibt es auch zwei vom Land betriebene Kultureinrichtungen.
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Kirchen und Religionsgemeinschaften
Auch Kirchenangelegenheiten gehören historisch bedingt zu den Zuständigkeiten des Ministerium, woran die alte Bezeichnung "Kultusministerium" erinnert. Während es früher eine Kirchenaufsicht gab, sind die Beziehungen zwischen dem Land sowie den Kirchen und Religionsgemeinschaften heute vertraglich geregelt.
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Förderungen
Viele Projekte aus Kultur, Wissenschaft und Forschung bekommen staatliche Unterstützung. Damit auch die Ausbildung nicht zu einer Frage des Geldes gerät, erhalten Schüler und Studenten unter bestimmten Umständen BAföG und Bildungskredite. Darüber hinaus werden Promotionsstipendien vergeben. Seit kurzem ist auch die Förderung von Gedenkstättenfahrten möglich. Jugendliche erhalten so eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, wie sie anders kaum möglich ist.
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