Gesundheitsrisiken, Gesundheitsverhalten, Art und Ausprägung von Krankheiten weisen erhebliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern aus. Gender Mainstreaming im Gesundheitswesen heißt, die unterschiedliche Gesundheitssituation wahrzunehmen, Fehl-, Über- und Unterversorgung von Frauen und Männern zu erkennen.
Seit 1998 besteht in Mecklenburg-Vorpommern der "Gemeinsame Arbeitskreis Frauengesundheit" – GAF, ein Zusammenschluss von Expertinnen aus Institutionen, Vereinen und Verbänden, die das Bewusstsein für die Unterschiede der Geschlechter in Bezug auf Krankheit und Gesundheit stärkern wollen. Der GAF organisiert und koordiniert in Zusammenarbeit mit der Parlamentarischen Staatssekretärin für Frauen und Gleichstellung Dr. Margret Seemann im 2-Jahres-Rhythmus Frauengesundheitskonferenzen zu Themen wie Brustkrebs, Müttergesundheit, Essstörungen und Pflege. Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern hat mit der 2. Gleichstellungskonzeption aus dem Jahre 2005 beschlossen, die Gesundheitsberichterstattung geschlechtergerecht zu gestalten.
In der Koalitionsvereinbarung für die 5. Legislaturperiode haben sich die regierenden Parteien SPD und der CDU unter anderem dazu verpflichtet, sich für eine geschlechterdifferenzierte Gesundheitspolitik einzusetzen. Folgerichtig hat die Parlamentarische Staatssekretärin für Frauen und Gleichstellung gemeinsam mit dem Minister für Soziales und Gesundheit Erwin Sellering im Juni 2007 eine Expertise für eine geschlechtergerechte Gesundheitsberichterstattung in Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt.