Das o.g. Entwicklungsprogramm vereint europäische, nationale und regionale Zielstellungen und umfasst vielfältige Maßnahmen. Diese sollen die Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Ernährungswirtschaft steigern und gleichzeitig dazu beitragen, dass sich Umwelt, Landschaft und Lebensqualität im ländlichen Raum verbessern.
Ob Agrarinvestitionsförderung, naturnaher Gewässerausbau, Dorferneuerung, Marktstrukturverbesserung, Fremdenverkehr oder Projekte, die im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative LEADER realisiert werden - jede Maßnahme des EPLR MV leistet einen Beitrag zur Erhöhung der Attraktivität des ländlichen Raums.
Die folgenden Fotomotive stehen für das Engagement zahlreicher Unternehmen, Kommunen und privater Initiativen, den ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommerns als Wirtschafts-, Lebens- und Tourismusstandort zu erhalten und zu profilieren. Sie dokumentieren die Vielfalt der Förderprojekte in Mecklenburg-Vorpommern sowie die sehenswerten und nachhaltigen Ergebnisse.
Projekte der Landschaftspflege dienen dem Schutz, der Pflege und der Entwicklung von naturnahen und historischen Kulturlandschaften, wie z.B. Parks. Die Förderung schließt konzeptionelle und Planungsarbeiten, die Anlage von Lehrpfaden o.a. Besuchereinrichtungen, die Erstellung von Informationsmaterial sowie Fachveranstaltungen ein.
Mit der Förderung von Investitionen zum Ausbau von Dienstleistungen zur Grundversorgung in ländlichen Gemeinschaften wird ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum geleistet. Insbesondere gut ausgebaute Kindertageseinrichtungen stellen einen wesentlichen Haltefaktor für Familien in ländlichen Gemeinden dar.
Strategische Ziele der Förderung investiver Vorhaben des naturnahen Gewässerausbaus sind die nachhaltige Steigerung der Wasserqualität im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie, aber auch eine deutliche Bereicherung des Landschaftsbildes. Hierbei werden Gewässerentwicklungsräume geschaffen, die Durchgängigkeit der Gewässer und der Wasserrückhalt in der Landschaft verbessert sowie der gute ökologische Gewässerzustand erhalten bzw. entwickelt.
Im Rahmen der Förderung der integrierten Obst- und Gemüseproduktion wird der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erheblich eingeschränkt. Damit gehen positive Wirkungen hinsichtlich des Schutzes der genetischen Vielfalt, des Bodens sowie der Qualität des Grund- und Oberflächenwassers einher.
Die Flurneuordnung in Verbindung mit den Investitionen in die ländliche Infrastruktur zählt zu den wirkungsvollsten Instrumenten, die zur Stärkung des Arbeitsmarktes sowie zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft und des ländlichen Raums Mecklenburg-Vorpommerns eingesetzt werden. Ihr spezifisches Ziel ist die Optimierung der Agrarstruktur im Rahmen integrierter ländlicher Entwicklungsansätze.
Ziel des Vertragsnaturschutzes auf Grünlandflächen ist der Schutz und die Entwicklung natürlicher Ressourcen ausgewählter Grünlandstandorte im Einklang mit deren wirtschaftlicher Nutzung. Schwerpunkte der Förderung bilden die Feuchtgrünland-, Salzgrasland-, Trockenrasenflächen sowie nährstoffarmes Grünland.
Die ökologische Produktion hat sich mit einem Umfang von über 12 % der landwirtschaftlichen Fläche von der Nische zu einem wichtigen Produktionszweig der Landwirtschaft in unserem Land entwickelt. In Umsetzung dieser Anbauverfahren wird den Zielstellungen hinsichtlich des Gewässer- und Bodenschutzes sowie des Erhalts von Biodiversität und Kulturlandschaften Rechnung getragen.
Für die Landwirtschaft stehen die Fragen zur Verbesserung der Effizienz der Produktstrukturen und der betrieblichen Weiterentwicklung weiterhin im Vordergrund. Daher liegt der Schwerpunkt der Investitionsförderung landwirtschaftlicher Betriebe in der Schaffung wettbewerbsfähiger und wertschöpfungsorientierter Unternehmen, insbesondere im Bereich der Tierhaltung.
Der Landtourismus zählt zu den entscheidenden Wachstumsmärkten in Mecklenburg-Vorpommern. Zentrale Ansatzpunkte der Förderung sind die Verbesserung der touristischen Infrastruktur im ländlichen Raum sowie die weitere Entwicklung der Vermarktung von Tourismusdienstleistungen.
Schutz und Renaturierung von Mooren und anderen Feuchtlebensräumen leisten einen wichtigen Beitrag zur Bindung von Treibhausgasen. Diese Maßnahmen dienen insbesondere dem Erhalt natürlicher Lebensräume für eine Vielzahl bedrohter Tiere und Pflanzen.
Für den Forstbereich bestehen im Rahmen des ELER vielfältige Fördermöglichkeiten. Diese tragen zur Erhaltung und Ausdehnung der Forstflächen, zur Erhöhung der ökologischen Stabilität der Wälder, zum Boden- und Klimaschutz und nicht zuletzt zur Verbesserung der öffentlichen Zugänglichkeit des Waldes als Erholungsraum bei.
Schlösser und Parks sind ein strukturelles Charakteristikum für Mecklenburg-Vorpommern. Ihre Erhaltung, Wiederherstellung und öffentliche Zugänglichkeit hat enorme touristische, aber auch Identität stiftende Wirkung für den ländlichen Raum.