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Informationen zur Vogelgrippe in MV

Die Klassische Geflügelpest (GP) ist eine Allgemeinerkrankung der Geflügelspezies. Sie ist insbesondere bei Hühnergeflügel und Puten mit schweren klinischen Symptomen verbunden und wird durch hochvirulente Stämme des Aviären-Influenza-Virus (HPAIV) verursacht. Infektionen mit anderen Subtypen bleiben meist ohne klinische Auswirkungen. Wassergeflügel bildet ein natürliches Virusreservoir, insbesondere für niedrig pathogene Influenzaviren (NPAIV).

Die GP hat sich nach erstmaliger Feststellung im Jahre 1878 von Norditalien aus rasch über die ganze Welt verbreitet. Der Virusstamm des Typs H5N1 grassiert seit Ende 2003 in Südostasien und wurde im Herbst 2005 nach Europa eingeschleppt.
In Deutschland wurde HPAIV des Typs H5N1 Asia erstmalig am 15. Februar 2006 bei Wildvögeln und am 4. April 2006 bei Hausgeflügel nachgewiesen.

Seit dem Jahr 2003 sind Antikörper gegen Geflügelpestviren auch beim Menschen nachgewiesen. Weltweit erkrankten bislang mehr als 250 Personen nach engem Kontakt zu infiziertem Geflügel, fast alle in Südostasien.

Als anzeigepflichtige Tierseuche unterliegt die GP der staatlichen Tierseuchenbekämpfung.


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