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Freiwilliges Ökologisches Jahr

Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) ist ein Angebot der außerschulischen Jugendbildung. Es bietet Jugendlichen eine interessante Möglichkeit, Engagement für die Umwelt zu zeigen, die eigenen Fähigkeiten zu testen und dabei Zusammenhänge in der Natur kennen zu lernen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zwei Träger, bei denen das FÖJ absolviert werden kann. Zurzeit können 132 Jugendliche aus ca. 250 Einsatzstellen auswählen. Die Freiwilligenzeit dauert mindestens sechs, normalerweise zwölf Monate. Das Jahr beginnt jeweils am 1. September. Es umfasst die praktische Tätigkeit in verschiedensten Einrichtungen des Umwelt- und Naturschutzes sowie der Umweltbildung - den sogenannten Einsatzstellen - . Außerdem finden fünf jeweils einwöchige Seminare statt. Hier diskutieren die Teilnehmer über den Verlauf des FÖJ und tauschen Erfahrungen aus. Zum FÖJ gehören außerdem Exkursionen, Projekte und fachliche Vorträge zu Themen des Umwelt- und Naturschutzes, aber auch zur Berufs- und Lebensorientierung. Sowohl in den Einsatzstellen als auch in den Seminaren werden die Teilnehmer durch pädagogisch geschulte Betreuer der Trägervereine fachlich angeleitet und individuell beraten.

Die Jugendlichen erhalten ein monatliches Taschengeld sowie Zuschüsse zu Unterkunft und Verpflegung. Mögliche Einsatzgebiete sind die Biotop-, Gewässer- und Tierpflege, Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit, technischer Umweltschutz, Forst und Landwirtschaft.

Voraussetzungen

Das FÖJ können in der Regel junge Menschen, die die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben, aber noch nicht das 27. Lebensjahr vollendet haben, ableisten. Besondere Schulabschlüsse oder Qualifikationen sind nicht erforderlich. Seit dem 01.08.2002 können anerkannte Kriegsdienstverweigerer an Stelle des Zivildienstes grundsätzlich ein FÖJ ableisten. Es gelten aber die Bedingungen des FÖJ.

Einsatzstellen (Beispiele)

  • National- und Naturparke
  • Umweltverbände
  • Projekte der Lokalen Agenda 21
  • Zoologische Gärten
  • Tierschutzvereine, Tierauffangstationen und Reiterhöfe
  • Naturschutzstationen und -zentren
  • Landschaftspflegeverbände, Wasser- und Bodenverbände
  • Staatliche und kommunale Ämter für Umwelt- und Naturschutz, Forstämter
  • Biobauernhöfe, Gärtnereien
  • Einrichtungen des technischen Umweltschutzes, Unternehmen
  • Umweltbildungseinrichtungen wie Waldschulheime, Schullandheime, Schulgärten, Jugendherbergen, Naturschutzstationen und Museen

Persönlicher Nutzen

Bei den helfenden und unterstützenden Tätigkeiten in den Einsatzstellen kann man eigene Ideen ausprobieren, seine Vorstellungen überprüfen und sich ökologische Betrachtungsweisen zu eigen machen. Die dabei gewonnenen neuen Einsichten in ökologische und sozial-ökologische Zusammenhänge, aber auch die quasi nebenbei gesammelten Praxiserfahrungen, bringen den Teilnehmer persönlich voran und helfen bei der beruflichen Orientierung. Dank der neu erworbenen Fähigkeiten erhöhen sich die Chancen auf einen Ausbildungs-, Arbeits- oder Studienplatz. Für ökologisch orientierte Berufs- oder Studienrichtungen kann es als Vorpraktikum anerkannt bzw. als Wartezeit angerechnet werden. Die Teilnahme wird auf jeden Fall bescheinigt. Ein Zeugnis kann ausgestellt werden.

Leistungen

Alle Teilnehmenden erhalten:

  • ein monatliches Taschengeld und weitere Zuschüsse zum Lebensunterhalt, zurzeit ca. 345 Euro,
  • die volle Sozialversicherung (Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung),
  • 26 Urlaubstage im Zeitraum eines zwölfmonatigen FÖJ,
  • kostenlose Teilnahme an den Seminarwochen,
  • Praktika und Seminare in Polen und eine
  • Betreuung durch Einsatzstelle und Träger.

Bewerbungen

Von Februar bis Ende Mai können Bewerbungen eingereicht werden. Auch später eingehende Bewerbungen können noch berücksichtigt werden, sofern ein Platz frei ist.

Zur Bewerbung gehören:

  • ein Bewerbungsschreiben mit Bewerbungsgrund und Interessenbenennung,
  • ein tabellarischer Lebenslauf,
  • ein Passbild und
  • eine Kopie vom letzten Zeugnis.

Die Bewerbungen sollen bei folgenden Trägervereinen eingereicht werden:

Kontakt

FÖJ - Regionalbüro des Jugendwerk Aufbau Ost e.V.

Spiegelsdorfer Wende 2
17491 Greifswald

Telefon: 03834-501414
Fax: 03834-501414
E-Mail: foej-gwd@t-online.de

FÖJ - Regionalbüro des Jugendwerk Aufbau Ost e.V.

Am Teufelsbruch 1
17192 Waren/Müritz

Telefon: 03991-663888
Fax: 03991-663888
E-Mail: foej-waren@t-online.de

Internationaler Bund e.V.

Kinder- und Jugendhilfezentrum Schwerin
Keplerstraße 23
19063 Schwerin

Telefon: 0385-2082424
E-Mail: FSJ-FOEJ-Schwerin@internationaler-bund.de

Rechtsgrundlagen

Gesetz zur Förderung eines Freiwilligen Ökologischen Jahres

§ 14 c Zivildienstgesetz

Förderung

Die pädagogische Begleitung des FÖJ wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell gefördert. Alle weiteren Kosten, vor allem die Leistungen für die Teilnehmer, stellt das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz aus dem Europäischen Sozialfond zur Verfügung.

Kontakt

Hausanschrift

Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern
Abteilung 2 - Nachhaltige Entwicklung, Forsten und Naturschutz
Referat 200
Dreescher Markt 2
19061 Schwerin

Dirk Niewöhner

Telefon: 0385-588 6205
Fax: 0385-588 486 6205
E-Mail: d.niewoehner@lu.mv-regierung.de


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