Nach Schafsrissen: Wolfs-Verdachtsfall bei Röbel (Müritz) nicht bestätigt

Nr. 073/2012-04.04.2012-LU-Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz

Auch nach Auswertung genetischer Analysen bleibt unklar, ob es sich bei dem Tier, dass Ende Februar südlich von Röbel zwei Lämmer und zwei Muttertiere gerissen sowie ein weiteres Muttertier schwer verletzt hatte, um einen Wolf oder einen großen Hund handelte. Die von Rissgutachtern an den Wunden der verendeten Tiere gewonnenen Speichelproben enthielten kein auswertbares genetisches Signal, teilte das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) mit. Der geschädigte Tierhalter wird einen Ausgleich für die getöteten Tiere erhalten, da ein Wolf als Verursacher weiterhin nicht ausgeschlossen werden kann.

Ermittelt werden konnte dagegen jetzt die genetische Herkunft von in Mecklenburg-Vorpommern lebenden Wölfen. Laut eines Gutachtens im Auftrag des LUNG stammt der Rüde, der in der Ueckermünder Heide lebt, aus dem Neustädter Rudel in der Lausitz. Dies lässt sich anhand genetischer Auswertungen von Losungen, die seit September 2008 gesammelt wurden, nachweisen. Der Wolfsrüde der Lübtheener Heide lässt sich zwar keinem der genetisch bekannten Rudel der Lausitz direkt zuordnen, er entstammt jedoch der deutsch-westpolnischen Wolfspopulation. Das Einzeltier lebt nachweislich mindestens seit Juni 2007 in seinem Territorium.

Derzeit sind in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt drei territorial lebende Wolfsrüden bekannt. Neben den genannten lebt ein weiteres Tier in der Kyritz-Ruppiner Heide (Brandenburg), dessen Territorium sich bis in die südliche Müritz-Region erstreckt.

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