Häusliche Gewalt und sexualisierte Gewalt sind ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, das alle gesellschaftlichen Schichten und Altersgruppen gleichermaßen betrifft. Umfasst ist jede Form von physischer und psychischer Gewalt in einer Partnerschaft. Sie reicht von Drohungen über Schläge und Misshandlungen bis zu Tötungsdelikten. Auch soziale Isolierung und ökonomische Gewalt sind Formen von Gewalt. Hauptbetroffene sind Frauen und deren Kinder. Durch häusliche und sexualisierte Gewalt geraten die Betroffenen in besondere Notsituationen, in denen sie der Hilfe bedürfen. Mit dem Landesaktionsplan zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Kinder hat die Landesregierung ein Gesamtkonzept erstellt und die Vernetzung von verschiedenen Maßnahmen angeregt. In Mecklenburg-Vorpommern steht Gewaltbetroffenen ein landesweites, aufeinander abgestimmtes Netz von Einrichtungen zur Verfügung, das staatliche Intervention, Schutz- und Zufluchtsstätten sowie Beratung und Betreuung bietet. Dazu gehören Frauenhäuser, Kontakt- und Beratungsstellen für Betroffene häuslicher Gewalt, Fachberatungsstellen für Betroffene sexualisierter Gewalt, Interventionsstellen und Kinder- und Jugendberatungsstellen, eine Fachberatungsstelle für Betroffenen von Menschenhandel und Zwangsprostitution sowie Täterberatungsstellen.