In 2010 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 30 HIV-Neuinfektionen und 5 neue AIDS-Erkrankungen registriert. Nach den vom Robert Koch-Institut (RKI) zusammengestellten Eckdaten (Stand Dezember 2010) leben in Mecklenburg-Vorpommern derzeit 420 Menschen mit HIV/AIDS, davon sind 320 Männer und 100 Frauen. Bei den HIV-Infizierten gab es im Jahr 2010 fünf Todesfälle.
Die Aufklärung über die Infektionsgefahren wird in Mecklenburg-Vorpommern wahrgenommen durch die Gesundheitsämter sowie die vom Ministerium für Soziales und Gesundheit geförderten Projekte der AIDS-Hilfen, des Mobilen Aufklärungs-Teams zu Sexualität und AIDS sowie Abendrot – AIDS-Prävention im grenzüberschreitenden Raum Mecklenburg-Vorpommern/Polen.
Alle Projekte haben das Ziel, Menschen über HIV, AIDS und weitere sexuell übertragbare Krankheiten zu informieren. Menschen, die befürchten, infiziert worden zu sein bzw. bereits infiziert sind, sollen Beratung bekommen. Die Mitarbeiter erklären, wie man sich schützen kann und leisten psychosoziale Betreuungsarbeit.
In Mecklenburg-Vorpommern gibt es vier AIDS-Hilfen, die regional für die AIDS-Prävention und die Aufklärung der Bevölkerung zuständig sind. Darüber hinaus leisten sie die psychosoziale Begleitung und Betreuung der AIDS-Kranken. Das Mobile Aufklärungs-Team zu Sexualität und AIDS hat vor allem die Aufgabe, landesweit den Aufbau und die Organisation der HIV/AIDS-Prävention und die Sexualaufklärung fortzuentwickeln und zu stützen. Das Projekt "Abendrot" ist vor allem in der deutsch-polnischen Grenzregion aktiv in der HIV/AIDS-Prävention. Das Angebot richtet sich unter anderem an Prostituierte und ihre Freier. Darüber hinaus ist "Abendrot" seit Januar 2005 gemeinsam mit dem Projekt "Mobiles Aufklärungs-Team zu Sexualität und AIDS" im EU-Projekt "BORDERNET" tätig.