In Mecklenburg-Vorpommern erlangen seit Jahren mehr Frauen als Männer einen Hochschulabschluss. Bei Promotionen und Habilitationen sind Frauen jedoch stark unterrepräsentiert. Zudem ist die Fächerauswahl von Studentinnen und Studenten je nach Geschlecht unterschiedlich und v. a. bei Frauen sehr eingeschränkt. So studieren Frauen vergleichsweise selten technische oder naturwissenschaftliche Fächer. Auch in Spitzenpositionen der Wissenschaft, sowohl bei Professuren als auch bei der Besetzung von Gremien, ist der Frauenanteil verhältnismäßig gering.
Um den Frauenanteil in Führungspositionen von Wissenschaft und Wirtschaft zu erhöhen, werden an fünf Hochschulen des Landes Studentinnen und Hochschulabsolventinnen vom hochschulübergreifenden Projekt "Karrierewege für Frauen in Wissenschaft und Wirtschaft in MV" bei der Vorbereitung einer Promotion und Habilitation sowie beim Berufseinstieg in die Wissenschaft oder Wirtschaft unterstützt. Im Landeshochschulgesetz ist u. a. geregelt, dass an den Hochschulen die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern gefördert wird. Es wurden Frauenförderpläne entwickelt, darüber hinaus haben sich die Hochschulen des Landes in den Zielvereinbarungen 2011-2015 erneut dazu verpflichtet, die Unterrepräsentanz von Frauen zu korrigieren. Gewählte Gleichstellungsbeauftragte an den Hochschulen setzen sich für die Umsetzung dieses Gleichstellungsauftrages ein. Maßnahmen zur Familienfreundlichkeit und besseren Vereinbarkeit von Studium oder Lehre und Forschung mit Familie und Privatleben, deren Qualität an einigen Hochschulen bereits zertifiziert wurde, erleichtern Müttern und Vätern das Studieren und Arbeiten an den Hochschulen des Landes.