Sprache, Accesskey 1, Direkt zum Inhalt, Accesskey 2, Direkt zur Hauptnavigation, Accesskey 3

Regierungsportal Mecklenburg-Vorpommern

Weitere Landesportale:

Landesportal | Dienstleistungsportal


Das Gebäude

Die Staatskanzlei, Fotografik: Detlef Klose
Die Staatskanzlei, Fotografik: Detlef Klose

Das Gebäude der heutigen Staatskanzlei steht auf historischem Boden: Seit etwa 1236 befand sich an dieser Stelle ein Franziskanerkloster, das allerdings der Reformation zum Opfer fiel und in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts weitgehend abgetragen wurde. Die verbliebenen Gebäudeteile dienten als Fürstenschule. Im 17./18. Jahrhundert war hier das Wirtschaftsgebäude des herzoglichen Marstalls.

1825 wurde dann der Grundstein für das das so genannte Kollegiengebäude gelegt, ein klassizistischer Bau nach den Plänen des Oberlandbaumeisters Carl Heinrich Wünsch, der Georg Adolph Demmler einen Teil der Bauleitung übergab. Als erstes zog 1833 das Großherzogliche Archiv aus dem Schloss in die bereits fertig gestellten Räume des neuen Kollegiengebäudes um. Im Dezember 1834 weihte Großherzog Friedrich Franz I. das Gebäude ein. Es bestach nicht nur durch seine äußere Schönheit, sondern auch durch technische Neuerungen, wie z. B. eine zentrale Warmluftheizung.

1865 zerstörte ein Brand das Gebäude völlig, doch wurde es bis 1867 unter dem leitenden Architekten Hermann Willebrand wieder aufgebaut. Von 1912 bis 1928 erfolgten verschiedene Umbau- und Instandsetzungsmaßnahmen. So verlor das Gebäude 1916 sein Kupferdach, das für Kriegszwecke verwendet wurde. Ein erneuter Umbau im Jahr 1975 zerstörte zahlreiche historische Details. Erst in den Jahren 1990 bis 2001 erfolgte eine sehr aufwendige Grundinstandsetzung, die das Gebäude im alten Glanz erstrahlen lässt. 2006/2007 wurde die Haupteingangstreppe saniert.

Von besonderer Schönheit sind die skulpturalen Giebelbekrönungen von Emil Cauer d. Ä., die antike Götter darstellen: Zeus zwischen Athene und Demeter (zu sehen von der Schloßstraße) und Hermes und Poseidon (zu sehen an der Rückseite). Im Foyer beeindruckt das großzügige Treppenhaus - eine Gusseisenkonstruktion mit Marmorstufen. Das Treppengeländer ist mit goldglänzendem Schlagmetall belegt.

Der ehemalige Kabinettsaal im 1. Obergeschoss verfügt über einen sehr schönen Parkettfußboden, Wandbekleidungen aus Stuckmarmor und eine reich stuckierte Decke. Im Kollegiensaal im 2. Obergeschoss befindet sich die Galerie der Amtshäuser des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin des Schweriner Malers Friedrich Jentzen.

Das Gebäude diente seit seiner Errichtung als Regierungs- oder Verwaltungssitz: So residierte hier bis zum Sturz der Monarchie 1918 das Großherzogliche Staatsministerium, danach bis zum Jahr 1933 Behörden des Mecklenburgischen Staatsministeriums. Von 1933 bis 1945 war es Sitz des Reichsstatthalters der NSDAP für den Gau Mecklenburg. Nach 1945 diente es der Landesregierung Mecklenburgs und von 1952 bis 1989 der SED-Bezirksleitung Schwerin. In der Wendezeit wurde das Gebäude als Sitz der Regionalverwaltungsbehörde für den Bezirk Schwerin genutzt.

Seit der ersten Landtagswahl im Oktober 1990 ist es Sitz der Staatskanzlei des Landes Mecklenburg-Vorpommern, des Kabinetts und des Ministerpräsidenten.

Weitere Informationen:

Zusatzinformationen


Mecklenburg-Vorpommern / MV tut gut