Mecklenburg-Vorpommern bietet dem Fahrradverkehr aufgrund seiner naturräumlichen Vielfalt, der Ostseeküste sowie der Seen-, Fluss- und Kulturlandschaft hervorragende Voraussetzungen. Das Land gehört seit Jahren zu den beliebtesten Radreiseregionen Deutschlands.
Auch im Kurzstreckenbereich des Alltagsverkehrs ist das Fahrrad ein ideales Verkehrsmittel. Seine Leistungsfähigkeit als vollwertiger Verkehrsträger wird oft unterschätzt. In der Studie "Kontinuierliche Erhebungen zum Verkehrsverhalten" (KONTIV), die als bundesweite Haushaltsbefragung zur Mobilität in 2002 durchgeführt wurde, stellt sich Mecklenburg-Vorpommern als "Fahrradland" dar. Der Anteil des Fahrrads an den Hauptverkehrsmitteln ist mit 14 Prozent mehr als doppelt so hoch wie der Anteil der ÖPNV-Wege mit nur 6 Prozent.
Dem Rad stehen in Mecklenburg-Vorpommern die Wege offen: Die Karte Radfahrgeeignete Straßen MV zeigt das Radwegenetz in Mecklenburg Vorpommern.
Die Ausstattung des Straßennetzes im Land mit Radwegen weist einen Nachholbedarf auf, der nur schrittweise abgebaut werden kann. Längenstatistik (Stand 01/2010):
| Straßentyp | Länge der Radwege | Anteil am Gesamtnetz |
|---|---|---|
| Bundesstraßen | 786 km | 39,60 % |
| Landesstraßen | 771 km | 23,34 % |
| Kreisstraßen | 620 km | 14,91 % |
| Gesamtnetz | 2.177 km | 21,77 % |
Damit ist ein Ausbaustand erreicht, der deutlich vor den anderen neuen Bundesländern, (unter Berücksichtigung der Besonderheit des Saarlandes) an vierter Stelle im Bundesvergleich liegt und rund 50 Prozent des wahrscheinlichen Ausbaubedarfs abdeckt.
Qualitative Verbesserung der Rad-Infrastruktur. Zwischen der Landesregierung, dem Landesförderinstitut, den Landkreisen und Kommunen sowie relevanten Interessengruppen, z. B. dem Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) und seinen Regionalgruppen oder den Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, bestehen dabei enge kooperative Kontakte.
In Umsetzung der Zielstellung des Nationalen Radverkehrsplanes 2002 - 2012 "FahrRad!" (NRVP) der Bundesregierung soll vor allem für Kurzfahrten im Alltagsverkehr bis 6 km Länge durch gute Infrastruktur und Schaffung eines fahrradfreundlichen Klimas der Anteil des Radverkehrs an der täglichen Mobilität erhöht werden. Die Verlagerung von kurzen PKW-Fahrten auf den Radverkehr ist zudem ein spürbarer Beitrag zur Emissionsminderung.
Details enthält der Bericht zur Radwege- und Radwegesicherheitsoffensive.