Schwerin Bahnhof des Jahres 2008<br />Schlotmann: Service überzeugt

Nr.313/08  | 17.10.2008  | EM  | Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung

Am Freitag (17.10.2008) wurde die Auszeichnung des Schweriner Hauptbahnhofs als "Bahnhof des Jahres 2008" auf einem Festakt offiziell verliehen. Der Bahnhof der Landeshauptstadt überzeugte in der Kategorie "Stadt mit weniger als 100.000 Einwohnern".

"In den letzten Jahren hat sich auf den Bahnhöfen des Landes viel getan – der Schweriner Hauptbahnhof ist dafür ein gutes Beispiel. Denn auch kleinere Bahnhöfe können den Reisenden übersichtliche Informationen und vor allem einen guten Service bieten. Dass man die Reisenden und die Mitglieder der Jury mit diesen Qualitäten überzeugen kann, zeigt die heutige Preisverleihung", sagte der Minister für Verkehr, Bau und Landesentwicklung Volker Schlotmann bei einer Diskussionsrunde anlässlich der Auszeichnung.

Verliehen wird der Preis seit 2004 von der Allianz pro Schiene e. V. Die Auszeichnung wird an Bahnhöfe vergeben, die umfangreiche Serviceleistungen, ein übersichtliches Kundeninformationssystem, gute Anbindungen an den Öffentlichen Personennahverkehr sowie ein einladendes Ambiente bieten. Zweiter in diesem Jahr ausgezeichneter Bahnhof neben dem Schweriner Hauptbahnhof war der Karlsruher Hauptbahnhof (Kategorie "Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern").

Der Schweriner Hauptbahnhof verfügt über zwei Mittelbahnsteige mit vier Gleisen. Derzeit nutzen etwa 10.000 Reisende täglich den Bahnhof. Pro Tag gibt es 24 Halte im Fernverkehr und 110 Halte im Nahverkehr. Nach dreieinhalbjähriger Modernisierung wurde der Bahnhof im Dezember 2005 neu eröffnet. Unter anderem wurden vier Kilometer Gleise, eine Brücke, die Bahnsteige mit Überdachungen sowie das Innere des Gebäudes erneuert. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf den barrierefreien Zugang gerichtet.

Schwerin erhielt seinen ersten Bahnanschluss im Jahr 1847 mit der Eisenbahnstrecke nach Hagenow. Es handelte sich dabei um die erste Eisenbahnlinie Mecklenburgs, die eine Verbindung an die Strecke Hamburg-Berlin herstellte. Die Linie nach Wismar wurde 1848, die nach Rostock über Bad Kleinen 1850 fertig gestellt. Im Jahr 1888 folgten Verbindungen nach Crivitz (1899 bis Parchim verlängert) und Ludwigslust, 1898 wurde die Strecke nach Rehna eröffnet.

Das heutige Bahnhofsgebäude wurde 1889/90 anstelle des Vorgängerbaus aus dem Jahr 1847 errichtet. Es ist seither in seinem Äußeren weitgehend unverändert erhalten geblieben. In den 1920er Jahren wurde der Bahnhofstunnel gebaut, um den gefahrlosen Zugang zu den Bahnsteigen zu ermöglichen.