Heizen mit regenerativen Energien

Seidel: Pilotprojekt senkt Betriebskosten

Nr.301/08  | 20.10.2008  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus

In Neubrandenburg wurde am Montag eine auf Biomasse basierende Heizungsanlage der Wohnungsbaugenossenschaft Neubrandenburg NEUWOBAU angeschlossen. "Die Anlage ist ein Pilotprojekt in Mecklenburg-Vorpommern", sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel bei der Inbetriebnahme. "Die Holzpellets-Anlage trägt einerseits zur Senkung der Betriebskosten und andererseits zur Reduzierung der CO2-Emissionen bei." Das Biomasse-Heizwerk versorgt ein Wohngebiet mit rund 150 Wohnungen und drei Läden in der Neustrelitzer Straße mit Wärme und warmem Wasser.     

 

Damit werden die Wohnungen und Gewerberäume dezentral unabhängig mit Wärme aus erneuerbaren Energien versorgt. Als Energieträger werden Holzpellets verwendet, wobei die Anlage eine Nennwärmeleistung von 540 kW hat. "Es ist die erste Anlage dieser Größenordnung in Mecklenburg-Vorpommern", sagte Seidel. "Dieses Projekt kann auch auf andere Wohnungsbestände im Land übertragen werden."

 

Während der heizfreien Zeit von Mai bis September wird für die Warmwasserbereitung ein schwenkbarer Pflanzenölbrenner mit einer Leistung von 270 kW eingesetzt. Dadurch erfolgt die Wärmeversorgung und Warmwasserbereitung vollständig auf Basis regenerativer Energieträger.

 

"Dieses Projekt ist ein nachhaltiger Beitrag bei der Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz  in Mecklenburg-Vorpommern", sagte Seidel. "Für Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien stellt das Wirtschaftsministerium jährlich 3,6 Millionen Euro aus der Klimaschutz-Förderrichtlinie zur Verfügung." Ein Drittel der CO2-Emissionen werden deutschlandweit dem Energieverbrauch im Gebäudebereich zugerechnet.

 

Das Wirtschaftsministerium hat die Errichtung der Neubrandenburger Anlage mit einem Zuschuss von rund 110.000 Euro unterstützt, insgesamt wurden über 350.000 Euro investiert. Die CO2-Einsparung pro Jahr beträgt rund 330 Tonnen.