Ausstellungseröffnung "Steine und Spuren. 1938 - Zerstörte Deutsche Synagogen" in Güstrow

"Erinnern ist Teil der Kultur" - Minister Tesch gedenkt den Opfern des Holocausts

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Steine und Spuren: Synagoge in Güstrow (Alexander Dettmar)
Steine und Spuren: Synagoge in Güstrow (Alexander Dettmar)
Steine und Spuren: Synagoge in Güstrow (Alexander Dettmar)
Nr.041-09  | 16.03.2009  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Henry Tesch, Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern, eröffnete heute in der Städischen Galerie Wollhalle in Güstrow die Ausstellung "Steine und Spuren. 1938 - Zerstörte Deutsche Synagogen" des Künstlers Alexander Dettmar.

In seinem Grußwort erinnerte Minister Tesch an das Schicksal der Schweriner Synagoge, die in der Reichspogromnacht am 9. November 1938 von den Nationalsozialisten verwüstet worden war und abgerissen wurde. Erst vor drei Monaten wurde sie an historischer Stelle in Schwerin wiedereröffnet.

"Das schmerzlich Abwesende wieder sichtbar zu machen, dies ist das Anliegen mit dieser Ausstellung. Indem Alexander Dettmar die von den Nationalsozialisten zerstörten Synagogen auf seinen Bildern wiedererstehen lässt, erinnert er auch an die Menschen, deren Leben durch Terror und Gewalt im Holocaust vernichtet wurde. Jedes zerstörte Gebäude ist Synonym für eine zerstörte Gemeinde, für die Vernichtung von Menschen, für unsägliches Leid und brutalen Terror. Diese Ausstellung ist Mahnung an uns alle. Sie macht uns bewusst, dass es "den Neuanfang" nicht geben kann. Die Geschichte ist Teil unseres Lebens, das Erinnern ist Teil unserer Kultur", mahnte Tesch.

Die Ausstellung mit über 45 Bildern Dettmars ist bis zum 10. Mai 2009 täglich von 11.00 bis 17.00 Uhr zu sehen. 

Städtische Galerie Wollhalle

Franz-Parr-Platz 9

18273 Güstrow

Telefon: 03843  769166