Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe beim Landkreistag in Greifswald

Glawe: 500 Stellen für Bürgerarbeit in 2018 – Joblotsen als kompetente Berater und Betreuer

Nr.368/17  | 11.10.2017  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe hat bei der Mitgliederversammlung des Landkreistages in der Hansestadt Greifswald Schwerpunkte der Arbeitsmarktpolitik vorgestellt. „Die Belebung am Arbeitsmarkt hat sich in den vergangenen Wochen weiter fortgesetzt. Die Zahl der offenen Stellen steigt und auch die Nachfrage nach Fachkräften hält an. Trotz der verbesserten Zahlen auf dem Arbeitsmarkt ist eine wesentliche Herausforderung, Menschen dauerhaft in Arbeit zu bringen. Wir arbeiten an der Verbesserung der Rahmenbedingungen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch in Greifswald.

 

500 Stellen für Bürgerarbeit in 2018

Mit der Bürgerarbeit unterstützt das Wirtschafts- und Arbeitsministerium gemeinsam mit den Jobcentern Langzeitarbeitslose, um sie auf dem ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. „Wir fördern Beschäftigungsverhältnisse bei kommunalen, gemeinnützigen und gewerblichen Arbeitgebern und flankieren so die Bundesmaßnahmen bei der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit. Ziel ist eine langfristige und nachhaltige Arbeitsmarktperspektive für Langzeitarbeitslose auf dem ersten Arbeitsmarkt“, erläuterte Glawe weiter. „Mit der Bürgerarbeit sollen gemeinsam mit den Jobcentern in diesem Jahr 200 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose geschaffen werden. Für das Jahr 2018 sollen weitere 500 Beschäftigungsverhältnisse gefördert werden.“ Dem Arbeitgeber kann eine Pauschale für Sach- und Personalausgaben in Höhe von 6.000 Euro pro Vollzeitarbeitsplatz gewährt werden. Der bereitgestellte Arbeitsplatz muss mindestens für die Dauer von insgesamt 22 Monaten mit einer geförderten Person der Zielgruppe besetzt sein. Anträge können bei den Jobcentern im Land gestellt werden.

 

Joblotsen in Mecklenburg-Vorpommern

Darüber hinaus hat Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe auf das Thema Joblotsen in Mecklenburg-Vorpommern aufmerksam gemacht. „Wir fördern den Einsatz von 22 Joblotsen für geflüchtete Menschen im gesamten Land. Joblotsen sollen vor allem kompetente Berater und Betreuer von Arbeitgebern bei allen Fragen der Einstellung und Beschäftigung von geflüchteten Menschen sein. Sie sollen zum einen die Arbeitgeber bei der Einstellung von geflüchteten Menschen beraten. Zum anderen werden sie geflüchtete Menschen konkret unterstützen“, sagte Glawe. „Die Joblotsen helfen bei allen Fragen der Ausbildungs- oder Arbeitsaufnahme sowie der Organisation ihrer persönlichen Lebensverhältnisse durch die Zusammenarbeit mit den entsprechenden Beratungsstellen“, erläuterte Glawe.

 

Unterstützung für geflüchtete Menschen

Gegenstand der Förderung sind die Personalausgaben für Joblotsen, die bei den Agenturen für Arbeit oder Landkreisen bzw. kreisfreien Städten eingestellt und an die Jobcenter in Mecklenburg-Vorpommern abgeordnet werden. Zu den weiteren Aufgaben zählen unter anderem Akquise von Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsstellen für geflüchtete Menschen; Mittler zwischen Arbeitgeber und Beschäftigung suchenden geflüchteten bzw. beschäftigten geflüchteten Menschen; Zusammenarbeit mit Sprachkurs- und Bildungsträgern, Kammern u.a. bei der Organisation von Praktika, Ausbildungs- und Arbeitsaufnahmen sowie den erforderlichen Qualifizierungsmaßnahmen; Unterstützung der erfolgreichen betrieblichen Integration von geflüchteten Menschen sowie Begleitung der geflüchteten Menschen, wie beispielsweise zu Ausländerbehörden, Jugend- und Schulämtern. Die Joblotsen werden vom Wirtschafts- und Arbeitsministerium für die Dauer von zwei Jahren mit rund 2,7 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt.