Drese würdigt Fanprojekt Rostock zum zehnjährigen Jubiläum

Nr.006  | 11.01.2018  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Seit zehn Jahren begleitet und unterstützt das Fanprojekt Rostock in Trägerschaft der AWO-Sozialdienste junge Fußballfans des FC Hansa. Sozialministerin Stefanie Drese würdigte heute im Rahmen der Jubiläumsfeier die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Förderung einer positiven Rostocker Fankultur.

„Dazu gehören das Engagement gegen rassistische und extremistische Tendenzen, die Eindämmung von Gewalt jeglicher Form, die Unterstützung bei der Entwicklung von Problemlösungskompetenzen, die Initiierung von Ferienangeboten für die Jüngeren und die Förderung von selbstorganisierten Freizeitaktivitäten“, sagte Drese in Rostock.

Die Ministerin betonte, dass der präventive Ansatz sozialpädagogischer Arbeit mit Fußballfans des Fanprojekts große Anerkennung erfährt. „Erstmalig erhielt das Fanprojekt Rostock 2010 das Qualitätssiegel für Fanprojekte und gehörte ein Jahr später zu einem von fünf Projekten bundesweit, welches an der Pilotphase zur Überarbeitung des Siegels teilgenommen hat“, verdeutlichte Drese.

Ministerin Drese: „Leider - und auch das gilt es immer wieder zu thematisieren - ist die Liste der Negativschlagzeilen über sogenannte Fans im Umfeld des FC Hansa Rostock lang.“ Das habe nicht nur negative Konsequenzen für die in Mitleidenschaft gezogenen Fans anderer Vereine, sondern stelle auch die eigentlichen Fans des FC Hansa generell in ein schlechtes Licht. Und nicht zuletzt bewirkten die vielen Verfehlungen auch ein negatives Image für die Stadt Rostock.

„Gewalt, Randale und Vandalismus sind ein Schlag ins Gesicht der engagierten Fanprojektmitarbeiter“, so Drese. „Hier würde ich mir mehr Selbstregulierungsmechanismen wünschen, indem echte Fans gewaltbereiten Chaoten gemeinsam und deutlich in die Parade fahren.“