Große Nachfrage nach Stadtradeln – Landesregierung stockt Fördertopf auf

Nr.74/18  | 13.04.2018  | EM  | Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung

So viele Kommunen aus Mecklenburg-Vorpommern wie nie zuvor wollen in diesem Jahr beim deutschlandweiten Stadtradeln mitmachen. Um auch weiteren Interessenten die Möglichkeit dazu zu geben, stockt das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung den Fördertopf auf, aus dem die Anmeldegebühr für die Teilnehmerkommunen bezahlt wird.

„Seit drei Jahren stellen wir dafür jährlich 10.000 Euro bereit. In diesem Jahr ist dieses Geld erstmals ausgeschöpft – und das nur einen Monat nach Beginn der Anmeldefrist. In meinen Augen ist das ein Signal dafür, dass sich immer mehr Kommunen bewusst machen, dass das Fahrrad eine wichtige Rolle in Verkehr und Klimaschutz als Alternative zum Auto spielt. Und dass es diese Rolle zu fördern gilt, etwa mit Aktionen wie dem Stadtradeln“, sagt Energieminister Christian Pegel und fügt hinzu: „Sehr gern stocken wir deshalb den Topf für die Anmeldegebühr um weitere 4000 Euro auf, damit auch andere Interessenten noch das Stadtradeln zu sich holen können.“

Bislang haben sich Greifswald, Rostock, Schwerin, Anklam, Neubrandenburg, Parchim und Ludwigslust für das diesjährige Stadtradeln angemeldet. Dank der zusätzlichen Finanzmittel konnten sich zudem bereits der Landkreis Vorpommern-Rügen, die Hansestadt Stralsund und Bergen anmelden. Damit ist der Fördertopf noch nicht ausgeschöpft. Für weitere Städte und Gemeinden besteht die Chance auf Förderung. Die Teilnahmegebühren variieren je nach Einwohnerzahl.

Aktuell gibt es in mindestens einer weiteren Kommune Interesse an einer Teilnahme.

Beim Stadtradeln kann jede Stadt, jede Gemeinde, jeder Landkreis und jede Region mitmachen. Ein Gemeindebeschluss oder ähnliches ist für eine Teilnahme nicht zwingend erforderlich. Das Einverständnis der Kommune, zum Beispiel durch den Bürgermeister/die Bürgermeisterin oder die Verwaltung, muss jedoch gegeben sein. Bei der Anmeldung über die Webseite www.stadtradeln.de muss zudem mindestens eine Ansprechperson vor Ort für das Stadtradeln in der Kommune genannt werden. Der Aktionszeitraum, in dem dann alle Teilnehmer aus der Kommune mit dem Fahrrad zurückgelegte Kilometer sammeln, muss drei zusammenhängende Wochen nach Wahl zwischen dem 1. Mai und dem 30. September betragen. Das heißt, frühestmöglicher Starttermin ist der 1. Mai, letzter der 10. September. Anmeldungen werden bis kurz vor dem letztmöglichen Starttermin angenommen.

2017 haben die Städte Greifswald, Ludwigslust, Rostock, Schwerin und erstmals Parchim den Nordosten vertreten. Mit insgesamt gut 5.000 aktiven Radlern haben sie in ihrem jeweils dreiwöchigen Aktionszeitraum mehr als 720.000 Kilometer zurückgelegt und damit fast 102.300 Kilogramm Kohlendioxid vermieden, die beim Zurücklegen derselben Strecke mit dem Auto ungefähr angefallen wären. Deutschlandweit waren im vergangenen Jahr knapp 620 Kommunen dabei, von Ahrensburg in Schleswig-Holstein bis zum bayrischen Zirndorf im Landkreis Fürth.