Schmierfett-Verunreinigungen könnten von Baggerschiff stammen

Nr.150/2018  | 24.05.2018  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Bei den auf der Halbinsel Zudar, im Bereich Stahlbrode und bei Wampen/Koos über Pfingsten angelandeten Schmierfettklumpen handelt es sich um ein Maschinen-Schmierfett auf Mineralölbasis. Das haben Labor-Analysen heute bestätigt.

Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern als zuständige Wasserbehörde und die Wasserschutzpolizeiinspektion Wolgast hatten nach Driftberechnungen des Havariekommandos Cuxhaven mehrere in Frage kommende Schiffe untersucht und auf einem Baggerschiff eine Maschinen-Schmierfett-Probe sichergestellt, die ähnliche Konsistenz und Färbung aufweist, wie die zuvor am Ufer des Greifswalder Boddens und des östlichen Strelasunds angespülten, violett gefärbten Fettklumpen. Die Probe wurde ebenfalls zur Untersuchung in das Labor geschafft.

Inzwischen räumte die Nord Stream 2 AG ein, dass auf einem durch sie beauftragten Baggerschiff Auffälligkeiten festgestellt worden seien, die das Verursachen einer Schmierfett-Verunreinigung nicht ausschließen. Das Schiff sei umgehend außer Betrieb genommen und in den Hafen zu technischen Untersuchungen beordert worden. Der das Schiff betreibende Auftragnehmer sei zur Prüfung bzw. zum Nachweis des Schmiermittelverbrauchs aufgefordert worden.

Derzeit dauern die technischen Überprüfungen auf dem Schiff an. Die Behörden ermitteln weiter zur abschließenden Feststellung des Verursachers.