Schwesig lobt Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

Nr.192/2018  | 10.08.2018  | MP  | Ministerpräsidentin

Bei einem Forum zur Zukunft der Landwirtschaft in Dömitz hat sich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bekräftigt, dass die Landesregierung dürregeschädigten Landwirtschaftsbetrieben helfen will. „Ich habe mir letzte Woche auf meiner Erntebereisung einen eigenen Eindruck machen können. Die Lage ist für viele Betriebe wirklich sehr ernst. Wir sind als Land zur Hilfe bereit. Diese Hilfe muss allerdings zielgerichtet sein. Wir wollen gemeinsam mit dem Bund den Betrieben helfen, die durch die Ernteausfälle in ihrer Existenz bedroht sind.“ Das Kabinett werde sich schon am kommenden Dienstag erneut mit der Lage der Landwirtschaft befassen. 

Mit Blick auf die zukünftige EU-Agrarpolitik sagte Schwesig, dass die Förderung der Landwirtschaft mehr sein müsse als Einkommenssicherung für die Landwirte. Öffentliches Geld müsse an Leistungen für die Öffentlichkeit gekoppelt sein. „Leistungen der Landwirtschaft für mehr Naturschutz, für mehr Artenschutz und für die Kulturlandschaft sollen in Zukunft stärker honoriert werden.“ Außerdem müssten in der kommenden Förderperiode bürokratische Hürden abgebaut werden. Die von EU-Kommissar Günther Oettinger vorgeschlagene Kürzung von 5 bis 10% bei den Finanzmitteln für den Agrarhaushalt und die Strukturpolitik lehnte Schwesig ab. 

Zuvor hatte die Ministerpräsidentin im Rahmen ihrer Sommertour den Bio-Landwirtschaftsbetrieb Gut Gallin besucht. „Wir haben hervorragende Betriebe - in der klassischen und in der ökologischen Landwirtschaft. Sie leisten sehr gute Arbeit. Ich habe großen Respekt vor der Arbeit aller Beschäftigten in der Landwirtschaft. Und ich würde mir wünschen, dass noch mehr Verbraucher auf heimische Produkte aus Mecklenburg-Vorpommern setzen.“