Schwesig: Bund und Land helfen den Landwirtinnen und Landwirten

Nr.234/2018  | 13.09.2018  | MP  | Ministerpräsidentin

„Die MeLa als größte Messe im landwirtschaftlichen Bereich in ganz Norddeutschland ist ein fester Termin für alle, die mit der Land- und Ernährungswirtschaft zu tun haben und sich darüber hinaus interessieren. Ganz besonders freue ich mich auf die Kinder-MeLa, denn da werden schon die Kleinsten an die in unserem Land so wichtige Branche herangeführt“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute bei der Eröffnung der Landwirtschaftsmesse in Mühlengeez.

 2018 sei ein ganz schwieriges Jahr für die Landwirtinnen und Landwirte gewesen. Schwesig: „Die extreme Trockenheit hat uns alle betroffen gemacht. Ertragsausfälle bis zu 50 Prozent sind leider keine Seltenheit. Das hat Auswirkungen auf die Futtermittelproduktion und die Tierproduktion. Insgesamt ist mit Verlusten im mittleren dreistelligen Bereich zu rechnen. Für einige Landwirte ist das existenzbedrohend. Von Anfang an haben wir Hilfe zugesagt. Wir haben Sofortmaßnahmen ergriffen mit dem Aufschub für Steuern, der Stundung von Raten oder beim Pachten von Landesflächen.“ Gemeinsam mit dem Bund wolle das Land auch finanziell unterstützen, betonte Schwesig. Der Bund werde sich am Schadensausgleichsprogramm der Länder mit bis 170 Millionen Euro beteiligen. „Mecklenburg-Vorpommern stehen davon rund 25 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere 25 Millionen Euro hat der Finanzausschuss des Landtages vor wenigen Tagen bewilligt. Das ist eine wichtige Hilfe für die Bauern im Land“, hob die Regierungschefin hervor.

 Die qualitativ hochwertigen Produkte „made in MV“ seien überall gefragt. Fast 40 Prozent der Exporte in die Russische Föderation hätten zuletzt Waren aus der Ernährungswirtschaft ausgemacht. Deshalb werde die Landwirtschaft auf dem 3. Russlandtag in Rostock neben den Bereichen, Wirtschaft, Energie und Bildung ein wichtiges Thema sein.

 Schwesig ging auf die Nachwuchsgewinnung ein: „Das Thema Fachkräftenachwuchs ist auch in diesem Jahr ein besonderer Schwerpunkt auf der Messe. Ich finde: Das ist die beste Werbung hier, die es für den Berufsstand geben kann. Wenn es gut ausgebildeten Nachwuchs gibt, der sich langfristig engagiert, dann hat die Land- und Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern eine gute Zukunft.“