Backhaus übergibt Preise für Tier- und Pflanzenzucht

Nr.323/2018  | 14.09.2018  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus hat heute (14.9.) die diesjährigen Preise für hervorragende Leistungen und besondere Verdienste um die Tier- sowie die Pflanzenzucht in Mecklenburg-Vorpommern überreicht. Den Tierzuchtpreis 2018 erhielt die Geschäftsführerin des Hybridschweinezuchtverband Nord/Ost, Renate Schuster, den Pflanzenzuchtpreis 2018 der ehemalige Produktionsleiter des Betriebs Bocksee der Saatzucht Steinach GmbH & Co. KG, Bernd Schachler. Beide hatten schon zu DDR-Zeiten verantwortliche Positionen in Schweine- bzw. Saatzuchtbetrieben im damaligen Bezirk Neubrandenburg inne.

Renate Schuster engagierte sich ab 1990 beim Aufbau des Hybridschweinezuchtverbandes Nord/Ost e.V., für den sie seit 2006 Geschäftsführerin ist. Zuvor leitete sie die Zucht des Verbandes. Ziel ihrer Arbeit war und ist eine länderübergreifende Kooperation der verbandsgetragenen Schweinezucht in Deutschland. So erreichte sie zunächst die Zusammenarbeit mit den Brandenburger Schweinezüchtern bis hin zu einem gemeinsamen Zuchtverband sowie auch eine Zusammenarbeit mit der bayrischen Schweinezucht.

Auch dank ihres Engagements trägt heute der Hybridschweinezuchtverband Nord/Ost die Verantwortung für die Erhaltungszucht des Deutschen Sattelschweins und der Leicoma in Deutschland. „Auch wenn sie sagt, sie habe doch nur ihre Arbeit getan, werden in ihrem Auftreten die Sachkenntnis und höchstes Engagement deutlich, die maßgeblich zur Erhaltung der bodenständigen Rassen Deutsches Edelschwein, Deutsche Landrasse, Deutsches Sattelschwein und seit kurzem auch der Leicoma im Norden der Bundesrepublik beigetragen haben“, würdigte Backhaus ihre Leistung.

Bernd Schachler oblag von 2002 bis 2018 die Vermehrungswirtschaft am Standort Bocksee der Saatzucht Steinach GmbH & Co KG. Während seiner aktiven Tätigkeit arbeitete er im Fachausschuss Saatguterzeugung des Saatgutverbandes Mecklenburg-Vorpommern und im Netzwerk „Lupine" mit. Auf Bundesebene war er neben seiner Tätigkeit in der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft und im Bundesverband der Deutschen Pflanzenzüchter viele Jahre lang als 1. Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung der Lupine tätig. Er setzte sich für den Anbau der Lupine nicht nur als Eiweißlieferant, sondern vor allem in einer nachhaltigen Fruchtfolge ein. Lupinen fixieren Stickstoff im Boden und bereiten so einen Acker optimal für anspruchsvollere Pflanzen wie Getreide vor, verringern deren Düngerbedarf.

Das mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnete Forschungs- und Technikvorhaben Prolupin ist maßgeblich von Bernd Schachler mitentwickelt und begleitet worden. „Aufgrund seiner umfangreichen fachlichen und gesellschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Züchtung von Getreide und Leguminosen hat Bernd Schachler diese Auszeichnung zum Abschluss seiner 40-jährigen Züchtertätigkeit mehr als verdient“, hob Backhaus hervor.