29 Jahre Mauerfall – Mecklenburg-Vorpommern kommt voran

Glawe: Nach der Wende vielerorts fast bei „Null“ gestartet – damals erkämpfte Freiheiten sind keine Selbstverständlichkeiten – Zuwachs bei den sozialversicherungspflichtigen Jobs auch in 2019 erwartet

Nr.372/18  | 08.11.2018  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Am Freitag jährt sich zum 29. Mal der Tag des Mauerfalls. „Unser Land hat eine wechselvolle Geschichte erlebt. Der wirtschaftliche Neustart, berufliche Veränderungen und die Teilhabe an ein sich veränderndes Sozialsystem haben die Lebensbiographien von uns verändert und bis heute entscheidend geprägt. Insgesamt lässt sich feststellen: Die Lebensverhältnisse bei uns im Land sind heute deutlich besser als vor der Wende. Vieles ist gelungen, dennoch haben wir auch wirtschaftlich noch Nachholbedarf“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Harry Glawe am Donnerstag. Der Minister dankte den Bürgerinnen und Bürgern im Land für ihre Aufbauleistung.

Freiheiten sind keine Selbstverständlichkeit

Gleichzeitig machte Wirtschaftsminister Glawe deutlich, dass es wichtig ist, sich die Errungenschaften der Vergangenheit in der heutigen bewegten Zeit in Erinnerung zu rufen. „Die Meinungsfreiheit, die Versammlungsfreiheit, die Pressefreiheit und die Reisefreiheit haben die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes sich erkämpft. Diese Freiheiten sind keine Selbstverständlichkeiten. Sie sind der Grundstein unserer gesamtgesellschaftlichen und demokratischen Entwicklung. Diesen positiven Schwung von damals können wir heute gesellschaftlich etwas mehr gebrauchen“, mahnte Glawe.

Wirtschaft kommt voran

„Neue Unternehmen siedeln sich an und bestehende Firmen erweitern - mit dem Ergebnis, dass Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt entstehen. Die Infrastruktur wird vielerorts weiter ausgebaut. Die Wirtschaft im Land kommt weiter voran“, sagte Glawe weiter. Derzeit gibt es – aktuelle Zahlen aus dem August – insgesamt 577.400 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse (+7.300 oder 1,3 Prozent) in Mecklenburg-Vorpommern. „Der Anstieg an sozial-versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen belegt, dass es sich hierbei um einen echten Beschäftigungsaufbau handelt. Wir haben die richtigen arbeitsmarkpolitischen Weichen gestellt und daran werden wir weiter arbeiten. Für 2019 stehen die Zeichen weiterhin sehr gut. Wir erwarten einen weiteren Anstieg der Anzahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter um 1,0 bis 1,5 Prozent. Der Zuwachs bei den sozialversicherungspflichtigen Jobs hält weiter an“, betonte Wirtschaftsminister Glawe.

Nach der Wende vielerorts fast bei „Null“ gestartet

Das Bruttoinlandsprodukt in Mecklenburg-Vorpommern betrug 2011 rund 36,3 Mrd. Euro. 2017 wurde mit rund 42,8 Mrd. Euro das historisch höchste Bruttoinlandsprodukt des Landes erzielt, ein Plus von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Wert für das erste Halbjahr 2018 nach vorläufigen Berechnungen weist ein moderates Wachstum von einem Prozent aus. „Mecklenburg-Vorpommern und die anderen ostdeutschen Bundes-länder weisen noch immer einen wirtschaftlichen Entwicklungsrückstand auf, im Hinblick auf Pro-Kopf-Einkommen, Produktivität und Arbeitslosenquote. Wir dürfen allerdings nicht vergessen, dass wir nach der Wende vielerorts fast bei „Null“ gestartet sind. Wir arbeiten an der Verbesserung der Rahmenbedingungen, damit mehr Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt entstehen können", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.