Rostocks Kreativszene ist auf Wachstumskurs

Glawe: Kompetenzen der Branche werden im „Warnow Valley“ gebündelt – Stärkung der Kreativwirtschaft im Land

Beim ersten Netzwerkevent „Kreativwirtschaft“ in der Bühne 602 nutzten bereits zahlreiche Teilnehmer die Gelegenheit, ihre Anregungen für die zukünftige Entwicklung des Quartiers einzubringen. Foto: Kreativsaison e.V. Details anzeigen
Beim ersten Netzwerkevent „Kreativwirtschaft“ in der Bühne 602 nutzten bereits zahlreiche Teilnehmer die Gelegenheit, ihre Anregungen für die zukünftige Entwicklung des Quartiers einzubringen. Foto: Kreativsaison e.V.
Beim ersten Netzwerkevent „Kreativwirtschaft“ in der Bühne 602 nutzten bereits zahlreiche Teilnehmer die Gelegenheit, ihre Anregungen für die zukünftige Entwicklung des Quartiers einzubringen. Foto: Kreativsaison e.V.
Beim ersten Netzwerkevent „Kreativwirtschaft“ in der Bühne 602 nutzten bereits zahlreiche Teilnehmer die Gelegenheit, ihre Anregungen für die zukünftige Entwicklung des Quartiers einzubringen. Foto: Kreativsaison e.V.
Nr.409/18  | 05.12.2018  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Das 2015 vom Kreativsaison e.V. gegründete Kultur- und Kreativquartier „Warnow Valley“ im Rostocker Stadthafen vereint derzeit knapp 50 Unternehmen. Das Warnow Valley ist nach Vereinsangaben eine Anlaufstelle für Menschen, die auf der Suche nach (Kreativ-) Dienstleistungen sind und gemeinsam kommerzielle oder gemeinnützige Projekte realisieren möchten. Jetzt soll die Netzwerk- und Quartiersentwicklung weiter vorangetrieben werden. „Beim Großteil der vor Ort ansässigen Akteure handelt es sich um Dienstleister beispielsweise aus den Bereichen Musikproduktion, Grafikdesign, Programmierung, Journalismus oder Veranstaltungsmanagement. In einem unternehmerischen netzwerkbasierten Arbeitsumfeld können sich die Akteure gegenseitig inspirieren und unterstützen, um ihr volles Innovationspotential zu entfalten. Das stärkt die Kreativbranche im Land insgesamt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

 

Intensive Zusammenarbeit von Kultur- und Kreativschaffenden der Region

Das seit Jahren stetig wachsende Netzwerk der Rostocker Kultur- und Kreativszene möchte im Rahmen des Projektes seine Professionalisierung weiter vorantreiben und den wachsenden Flächenbedarfen der Branche mit einem neuen Standortkonzept begegnen. Die vorhandene Infrastruktur beinhaltet unter anderem ein Tonstudio, Ateliers, eine offene Werkstatt, ein Studio und einen Co-Working-Space. Räumlich stößt das Netzwerk mittlerweile jedoch an seine Grenzen, sodass weitere Anfragen von Unternehmen beispielsweise aus der IT- und Design-Branche nicht mehr befriedigt werden können. Gleichzeitig wächst mit der Erweiterung des Netzwerkes der Bedarf an einer professionellen Außendarstellung, wobei die Interessen der Kreativgemeinschaft auch hinsichtlich der Wachstumspotentiale gebündelt werden sollen. „Im Zuge des Projektes ist bereits der Internetauftritt angepasst und eine Datenbank für all die kreativen Dienstleister des Kompetenzzentrums erstellt worden. Interessierte Unternehmen, die kreatives Wissen suchen, finden so künftig noch einfacher den für sie passenden Geschäftspartner. Mit dem Vorhaben das Netzwerk weiter auszubauen, kann sich das Warnow Valley zu einem innovativen Standort der Kreativwirtschaft entwickeln“, sagte Glawe.

 

Branchentreff zur Bedarfsanalyse am 6. Dezember geplant

„Wohin mit den kreativen Köpfen?“ lautet das Motto eines öffentlichen Forums, das am 6. Dezember ab 16.30 Uhr im Rostocker Kunst- und Medienhaus der FRIEDA 23 stattfindet. Dort sollen bisherige Ideen und Konzepte präsentiert werden. Für weitere interessierte Akteure der Kreativ-Branche besteht zudem die Möglichkeit, weitere Bedarfe für die künftige Entwicklung des Quartiers einzubringen. Eingeladen sind von den Veranstaltern auch die Kandidaten der anstehenden Bürgermeisterwahl in Rostock. Weitere Informationen zur Veranstaltung und die Anmeldemöglichkeiten unter www.warnow-valley.de.

 

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Kosten des Projektes im Zeitraum 2018 bis 2019 betragen insgesamt rund 143.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von 100.000 Euro.

 

Informationen zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Büros für Kulturwirtschaftsforschung in Köln rund 5.500 Selbstständige und Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Rund 2.600 Selbstständige und Unternehmen haben im Jahr 2014 gemeinsam einen Jahresumsatz von mehr als 777 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche betrug 2014 rund 9.600. Betrachtet man die sozialversicherungspflichtig und die geringfügig Beschäftigten sowie alle Selbstständigen zusammen, dann sind gegenwärtig knapp 17.800 Personen in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Land tätig.

 

Weitere Informationen

Die kreativwirtschaftliche Oase mit drei „Kreativbaracken“ am Rostocker Stadthafen beheimatet ca. 35 Unternehmen aus den Bereichen Film und Animation, Grafik und Illustration, Kunst und Handwerk, Musik und Ton, IT und Webentwicklung, Sport und Journalismus, (Unternehmens-) Beratung, Marketing und Regionalentwicklung, u.v.m. Mit Co-Work-Plätzen, einem Tonstudio, Proberäumen, Künstlerateliers, Workshopräumen und einer Werkstatt haben die hier arbeitenden Unternehmen einen Ort geschaffen, an dem sie sich kreativ ausleben und eigene Projekte sowie Kundenanfragen mit Herzblut umsetzen.

Das Warnow Valley ist Anlaufstelle für Menschen, die auf der Suche nach (Kreativ-) Dienstleistungen sind und gemeinsam (kommerzielle und gemeinnützige) Projekte realisieren möchten.

www.warnowvalley.de