Voraussetzung für den DigitalPakt: Schulen entwickeln Medienbildungskonzepte

Ministerin Hesse: Wir legen die Hände nicht in den Schoß, sondern bereiten uns weiter vor

Nr.005-19  | 10.01.2019  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Mit Medienbildungskonzepten stellen sich die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern für die Umsetzung der Digitalisierung neu auf. Das Medienbildungskonzept soll Bestandteil des Schulprogramms sein, das die Ziele der Schul- und Unterrichtsentwicklung für eine Bildung in der digitalen Welt beschreibt und notwendige und verbindliche Maßnahmen innerhalb einer Schule festlegt. Das Bildungsministerium hat eine Handreichung vorgelegt, die die Schulen bei der Erstellung eines Medienbildungskonzeptes unterstützen soll. Ein solches Konzept ist die Voraussetzung, damit Schulen Fördermittel über den DigitalPakt von Bund und Ländern erhalten können.

„Wenn eine Entwicklung wie die Digitalisierung so viele Bereiche tangiert, lassen sich die Neuerungen nicht nur in einem fächerübergreifenden Rahmenplan festschreiben. Schulen benötigen ein umfassendes Konzept“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Mit der Handreichung wollen wir Lehrerinnen und Lehrern einen roten Faden an die Hand geben, damit am Ende ein Medienbildungskonzept steht, das ihnen Lust auf das Neue macht und die Voraussetzungen schafft, es zu gestalten. Wir legen die Hände nicht in den Schoß, sondern bereiten uns weiter auf den DigitalPakt Schule vor, auch wenn in Berlin verhandelt wird, über welchen Weg die Fördermittel an die Länder fließen“, erläuterte Hesse.

Grundlage für ein Medienbildungskonzept ist die Strategie „Bildung in der digitalen Welt“, auf die sich die Kultusministerkonferenz verständigt hat. Danach sollen Mädchen und Jungen, die im Schuljahr 2018/2019 eingeschult wurden oder in die Sekundarstufe I eingetreten sind, am Ende ihrer Schullaufbahn eine umfassende Medienbildung erhalten haben. Der DigitalPakt soll die Umsetzung der Digitalisierung der Schulen unterstützen, indem er die technische Infrastruktur verbessert. Während Schulen Medienbildungskonzepte erstellen, müssen Schulträger Medienentwicklungspläne erarbeiten. 

„Die Vermittlung von digitalen Kompetenzen kann nur gelingen, wenn Schulen, Schulträger, Schulbehörden und das Medienpädagogische Zentrum des Ministeriums zusammenarbeiten und sich verständigen“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Zum Auftakt dieser intensiven Arbeitsphase veranstalten wir im Januar Regionalkonferenzen zur Digitalisierung. Bei diesen Treffen wollen wir uns mit Schulleitungen und der kommunalen Seite austauschen, die weiteren Schritte vereinbaren und offene Fragen klären“, betonte Hesse. 

Regionalkonferenzen zur Digitalisierung im Schulbereich

  • Donnerstag, 17. Januar 2019, Schulamtsbereich Rostock: Gehörlosenschule Güstrow, Aula, Plauer Chaussee 6, 18273 Güstrow
    Beginn: 13:00 Uhr
  • Freitag, 18. Januar 2019, Schulamtsbereich Greifswald: Universität Greifswald, Hörsaal 3/4, Ernst-Lohmeyer-Platz 6, 17489 Greifswald
    Beginn: 13:00 Uhr
  • Dienstag, 22. Januar 2019, Schulamtsbereich Schwerin: Goetheschule, Aula, Johannes-R.-Becher-Straße 10, 19059 Schwerin
    Beginn: 9:00 Uhr
  • Donnerstag, 24. Januar 2019, Schulamtsbereich Neubrandenburg: Hochschule Neubrandenburg, Haus 1 Hörsaal 1, Brodaer Straße 2, 17033 Neubrandenburg
    Beginn: 13:00 Uhr
  • Mittwoch, 23. Januar 2019, für freie Schulen: Hörsaal des Campus am Ziegelsee, Ziegelseestr.1, 19055 Schwerin
    Beginn: 9:00 Uhr

Handreichung und Begleitmaterialien:
www.bildung-mv.de/lehrer/medienbildung/medienbildungskonzept