Schwesig: Wir wollen die Zusammenarbeit mit Russland weiter ausbauen

Nr.153/2019  | 07.06.2019  | MP  | Ministerpräsidentin

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute zu Beginn ihres Besuches in St. Petersburg gemeinsam mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier am Wirtschaftsdialog „Deutschland-Russland“ auf dem St. Petersburg International Economic Forum teilgenommen.

„Mecklenburg-Vorpommern hat als ostdeutsches Bundesland und Ostseeanrainer besondere Beziehungen zu Russland. Es gibt viele gute, über die Jahre gewachsene Kontakte. Wir wollen die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland in den nächsten Jahren weiter ausbauen“, sagte Schwesig in ihrem Wortbeitrag.

„Es gibt eine ganze Reihe von Bereichen, in denen es Potenzial für eine noch engere wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern gibt. Ich denke an den Bereich Energie. Mecklenburg-Vorpommern ist in Deutschland Vorreiter auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. Wir sollten außerdem daran arbeiten, den Seeverkehr zwischen unseren Ländern wieder zu beleben. Dafür bieten sich insbesondere die Routen Sassnitz-Mukran – Baltysk – Ust Luga sowie Rostock – Primorsk an. Und ich könnte mir auch eine noch engere Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Gesundheitswirtschaft vorstellen. Hier gibt es eine Arbeitsgruppe zwischen dem russischen Ministerium für Industrie und Handel und unserem Wirtschaftsministerium, die Unternehmen aus beiden Ländern zusammenführt."

Am Nachmittag stehen Treffen mit dem russischen Minister für Industrie und Handel Denis Manturov und dem Gouverneur des Leningrader Gebiets, der Partnerregion des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Russland, Alexander Drozdenko auf dem Programm. Außerdem nimmt die Ministerpräsidentin an der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen Rostock-Port und dem Hafen Primorsk im Kaliningrader Gebiet teil. In der Vereinbarung bekunden beide Seiten ihr Interesse, einen regelmäßigen Seeverkehr zwischen den Häfen Primorsk und Rostock einzurichten.

Russland lag in den letzten beiden Jahren auf den Plätzen 5 (2016), 3 (2017) und 6 (2018) der wichtigen Außenhandelspartner Mecklenburg-Vorpommerns.