Deutsches Luft- und Raumfahrtzentrum will Weltraumwetter erforschen

Ministerin Martin: Wissenschaftler in Neustrelitz arbeiten an Zukunftsthemen

Nr.137-19  | 09.08.2019  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Wissenschaftsministerin Bettina Martin hat sich während ihrer Sommertour im Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum in Neustrelitz über die Gründung eines neuen Instituts informiert. Bei ihrem Besuch hat sie sich mit den Forscherinnen und Forschern über das künftige Aufgabenspektrum an der neuen Einrichtung ausgetauscht. Das Institut für Solar-Terrestrische Physik (DLR-SO) soll sich hauptsächlich um die Erforschung der Ionosphäre/Magnetosphäre und mit dem Weltraumwetter befassen, Grundlagenforschung und angewandte Forschung betreiben.

„Forschung gibt es in Mecklenburg-Vorpommern nicht nur an den Hochschulstandorten, sondern auch absolut hochkarätig in Neustrelitz“, betonte Wissenschaftsministerin Bettina Martin. „Das neue Institut ist eine wichtige Erweiterung des DLR-Programms ‚Raumfahrt‛. Mit seinen Forschungsergebnissen soll es zu wissenschaftlichen und technologischen Anwendungen im Bereich der Satellitenkommunikation, Erdbeobachtung, in der Kommunikation der Luftfahrt und der automatisierten Mobilität beitragen. Es entstehen mehr als 50 zusätzliche Arbeitsplätze. Das ist gut für den Wissenschaftsstandort MV und für die gesamte Region. Auch das Engagement des DLR, mit seinem ‚School Lab‛ Kinder und Jugendliche an die Weltraumforschung heranzuführen, hat mich sehr beeindruckt“, sagte Martin.

Der Bund stellt für das neue Institut von diesem Jahr an jährlich und dauerhaft zusätzlich 6 Millionen Euro zur Verfügung. Die Finanzierung des DLR-Standortes Neustrelitz erfolgt von Bund und Land im Verhältnis 90:10. Somit erhöht sich der Anteil des Landes von 764.000 Euro auf 1,4 Millionen Euro im kommenden Jahr.

Vor ihrem Besuch in Neustrelitz haben Ministerin Bettina Martin und der Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, Prof. Markus Hilgert, das Historisch-Technische Museum Peenemünde besucht. Aktuelle Gesprächsthemen waren die Neugestaltung der Dauerausstellung und der Erhalt des denkmalgeschützten ehemaligen Sauerstoffwerks Peenemünde. Eine weitere Station auf der Sommertour der Ministerin war Burg Klempenow in Breest. Dort hat sie sich über die Aktivitäten des Vereins „Kultur-Transit-96“ informiert, der Burg Klempenow zu einem kulturellen Zentrum und Begegnungsort in der Region entwickelt hat. Das Land unterstützt den Verein in diesem Jahr über die Kulturförderung mit insgesamt 20.460 Euro.

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