Kommunen mit schlechtem Funknetz können sich bewerben für LTE-Station

Nr.206/19  | 21.08.2019  | EM  | Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung

Infrastrukturminister Christian Pegel weist auf eine Aktion hin, die die Deutsche Telekom gestern gestartet hat: Gemeinden mit schlechter Mobilfunkversorgung können sich bei dem Mobilfunkbetreiber um neue LTE-Funkstationen bewerben.

„Normalerweise entscheiden die Mobilfunkanbieter auf Basis marktwirtschaftlicher Erwägungen, wo sie neue Funkstationen aufstellen. Dabei fallen immer wieder Kommunen durchs Raster“, sagt Christian Pegel. Umso mehr freue er sich über die Initiative der Telekom, dies zumindest zu einem kleinen Teil auszugleichen.

Unter www.telekom.com/de/konzern/themenspecials/netze/wir-jagen-funkloecher kann sich jede Kommune, die auf ihrem Gebiet ein LTE-Funkloch hat, um eine Funkstation bewerben. Voraussetzungen sind ein Beschluss des Gemeinderats für die Installation der Anlage sowie ein Standort für eine Antenne auf einem Dach oder eine freie Fläche für einen Mast.

Bis zum 30. November 2019 können sich Kommunen bewerben. Die Telekom wählt zunächst 50 aus, in denen dann bis Ende 2020 ihre neuen Stationen in den Betrieb gehen sollen.

„Die Landesregierung arbeitet mit Hochdruck an einem Funkmastenprogramm, das dazu beitragen soll, Funklöcher im Land zu stopfen. Wir haben dafür zunächst ein Budget von 50 Millionen Euro bereitgestellt. Allein wegen der erforderlichen Zustimmung der EU zu unserem Programm wird dieses aber frühestens 2020 greifen können“, sagt Christian Pegel und fügt hinzu: „Deshalb möchte ich jede Kommune aus unserem Bundesland, die die Voraussetzungen für diesen Wettbewerb erfüllt beziehungsweise sie bis zum Ende der Bewerbungsfrist erfüllen kann, animieren, sich um eine der 50 Funkstationen zu bewerben. Ich drücke jedem Bewerber aus M-V die Daumen.“