Land erinnert an die Ereignisse der Friedlichen Revolution

Nr.200-19  | 08.11.2019  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

30 Jahre nach Mauerfall und Grenzöffnung gedenkt Mecklenburg-Vorpommern der Friedlichen Revolution mit verschiedenen Aktionen, Projekten und Veranstaltungen. Grundlage dafür ist das Konzept „Gedächtnisort Friedliche Revolution 1989 in Mecklenburg-Vorpommern“, das durch die Landeszentrale für politische Bildung (LpB) und durch die Landesbeauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur erarbeitet wurde. 

„Viele Menschen sind 1989 auf die Straße gegangen, haben Freiheit und Demokratie erkämpft und sich für eine offene Gesellschaft eingesetzt. Das ist eine große Errungenschaft, die unseren Respekt verdient“, sagte Bildungsministerin Bettina Martin. „Die Erinnerung an die Friedliche Revolution dient der Aufarbeitung unserer gemeinsamen Geschichte. Ich freue mich, dass die Landeszentrale für politische Bildung die bedeutenden historischen Ereignisse zum Thema macht. Das ist ein wichtiger Beitrag zu einer lebendigen Erinnerungskultur“, betonte Martin. 

„Viele Gemeinden sind in diesem Jahr dem Aufruf zur dezentralen Erinnerung gefolgt“, freute sich auch der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Jochen Schmidt. „An bisher 15 Orten im Land werden künftig Informationsstelen oder Erinnerungstafeln an die Friedliche Revolution erinnern. Dazu hat das Land den Fonds ‚Denkzeichen 1989‛ aufgelegt. Die LpB arbeitet außerdem an einem Online-Projekt zur Friedlichen Revolution für die Auseinandersetzung in der politischen Bildung und im Unterricht. Dort sollen Informationen zu den historischen Ereignissen, Zeitzeugengespräche und Unterrichtshilfen zu finden sein“, kündigte Schmidt an. All dies diene dazu, die Erinnerung auch in Zukunft wach zu halten.