UNESCO-Biosphärenreservate als Modelllandschaft für den Insektenschutz

Nr.190/2020  | 16.09.2020  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

 Am 21. September, 16 Uhr, lädt Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, zur Auftaktveranstaltung „Biosphärenreservate als Modelllandschaft für den Insektenschutz“ nach Zarrentin ein. 

Knapp 60 Prozent aller Tierarten auf der Erde gehören zu den Insekten. Allein für Deutschland wurden bisher mehr als 30.000 verschiedene Arten beschrieben. In den vergangenen Jahren ist nicht nur die Gesamtmenge der Insekten, sondern auch deren Vielfalt drastisch zurückgegangen. „Für eine nachhaltige und naturschutzverträgliche Landnutzung ist der Insektenschutz von großer Bedeutung. Nicht zuletzt wegen der Ökosystemdienstleistungen, die Insekten für unsere Lebensmittelproduktion und unseren Alltag leisten, müssen tragfähige und übertragbare Modelle für den Schutz dieser Tiere gefunden werden. Vor allem Biosphärenreservate können hierbei einen großen Beitrag leisten“, sagt der Minister. 

Das UNSECO-Biosphärenreservat Schaalsee ist Partner im Projekt „Biosphärenreservate als Modelllandschaften für den Insektenschutz“. In diesem Rahmen erarbeiten fünf ausgewählte Biosphärenreservate, der WWF Deutschland, Nationale Naturlandschaften e.V., die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und das Leibnitz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e.V. gemeinsam Verfahren und Strukturen für den Insektenschutz im landwirtschaftlich genutzten Bereich. Das Projekt wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Rahmen der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt und dem Aktionsprogramm Insektenschutz gefördert. 

Im Laufe des fünfjährigen Projektes werden gemeinsam mit Landwirten und weiteren Flächennutzern standort- und betriebsspezifische Maßnahmen zur Förderung der Insektenfauna erprobt, kontrolliert und ggf. nachjustiert. Die modellhaft erarbeiteten Vorgehensweisen und erprobten Methoden sollen so aufgearbeitet werden, dass eine Übertragung auf andere Biosphärenreservate sowie Naturparke und naturschutzfachliche Organisationen möglich ist. 

„Wir freuen uns sehr, dass mit dieser Veranstaltung der Startschuss für unser Projekt hier im Biosphärenreservat Schaalsee fällt. Wir wollen Hand in Hand mit dem Biosphärenreservatsamt und den Flächennutzern arbeiten. Gemeinsam für den Insektenschutz, das ist die Prämisse unseres Projektes“, sagt Frau Dr. Josephine Kuczyk vom WWF, welche vor Ort als Projektmanagerin zuständig ist. 

Ort und Zeit: 

Montag, 21. September 2020, 16 bis 18 Uhr

Kloster Zarrentin, Kirchplatz 8, 19246 Zarrentin am Schaalsee 

Geplanter Ablauf 

16 Uhr Begrüßung und Grußwort durch Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern 

Anschließend Gesprächsrunde zum Insektenschutz 

Teilnehmer:

  • Dr. Josephine Kuczyk, Projektmanagerin Insektenschutz UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee
  • Klaus Jarmatz, Leiter des Biosphärenreservatsamtes Schaalsee-Elbe
  • Dr. Peter Weißhuhn, Projektleiter des Insektenprojektes beim WWF
  • Stefan Struve, Landwirt und erfahren mit der Anlage von Blühstreifen