Backhaus weiht neue Straße und Museums-Kutter in Ummanz ein
Zwei wichtige Vorhaben zur Sicherung der Zukunft des ländlichen Raums wurden in der Gemeinde Ummanz (Rügen) umgesetzt. Minister Dr. Till Backhaus, zuständig für die ländlichen Räume Mecklenburg-Vorpommerns, eröffnet heute zunächst eine neu gebaute Straße von Waase nach Freesenort. Anschließend weiht er die Fischkutter UMM-55 und UMM-6 ein.
„Leistungsfähige Straßen sind gerade im ländlichen Raum von zentraler Bedeutung. Sie verbinden Orte, Menschen und Betriebe. Sie erleichtern den Alltag, stärken die Landwirtschaft, den Tourismus und das Handwerk. Und sie sorgen dafür, dass Gemeinden wie Ummanz auch in Zukunft attraktiv bleiben.
Die Boote hingegen stehen für die Boddenfischerei, für die harte Arbeit vieler Fischerfamilien und für eine Tradition, welche die Region über Jahrzehnte geprägt hat. Beide Boote werden dank der EU-Förderung zu Lernorten, Erinnerungsorten und touristischen Anziehungspunkten“, sagt er.
Die Projekte im Überblick:
Mit dem Ausbau der Straßenbaumaßnahme M 08/1 von Waase nach Freesenort wurde eine wichtige Verbindung grundlegend verbessert.
Auf einer Länge von rund 1,5 km entstand eine neue Ortbetonspurbahn mit fünf Durchlässen. Die Straße bestand vor dem Ausbau teilweise aus Grünweg und alten DDR-Betonplatten. Die Betonplatten waren teilweise abgesackt. Die Straße ist zudem die einzige Wegeführung nach Feesenort. Die Gesamtinvestition liegt bei 1,14 Millionen Euro. Davon stammen gut 1,03 Millionen Euro aus der Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung. Der Eigenanteil lag bei rund 115.000 Euro.
Mit der Instandsetzung der Fischkutter UMM-55 und UMM-6 wird ein Stück maritimer Geschichte der Insel Rügen bewahrt. Um den Verfall vorzubeugen, mussten die Boote instandgesetzt werden. Das Boot UMM-6 ist als Museumsteil auf dem Hafenvorplatz ausgestellt. Die UMM-55 soll hingegen als schwimmender Museumsort weiter ihren Platz am Kai im Hafen behalten.
Für die Instandsetzung der beiden Kutter wurden über LEADER rund 193.000 Euro bereitgestellt. Hinzu kamen weitere gut 132.000 Euro aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds für das Projekt „Zukunft Boddenfischereiplatz“. Gefördert wurde die Visualisierung, ein Museumskonzept und deren Durchführung für das Boot UMM-6 sowie der Einbau eines Elektroantriebs für das Boot UMM-55 als Modelprojekt für E-Mobilität in Schutzgebieten.
„Hier wurde nicht nur in Gebäude, Straßen oder Technik investiert, sondern auch in Heimat. In Identität. In das, was eine Gemeinde unverwechselbar macht. Beide Projekte tragen zur Sicherung der Zukunft des ländlichen Raums der Insel Rügen bei und bewahren zugleich deren Geschichte und Identität“, sagt der Minister abschließend.
Seit 2015 sind insgesamt rund 3,5 Millionen Euro Fördermittel nach Ummanz geflossen. Der Landkreis Vorpommern-Rügen wurde seit 2007 mit rund 337 Millionen Euro unterstützt.
Anlagen
ZWB Ummanz
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