30 Jahre Mauerfall

Landesregierung erinnert an Grenzöffnung in Dassow

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei ihrer FestredeDetails anzeigen
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei ihrer Festrede

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei ihrer Festrede

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei ihrer Festrede

Die Landesregierung erinnerte am 9. November in einem Festakt in Dassow an das 30-jährige Jubliläum des Mauerfalls und der Öffnung der Grenzen.

Es waren Tage voller Begeisterung, voller Hoffnung, voll ungläubigen Staunens. Verrückte, unvergessliche Tage, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in ihrer Festrede. Aus der friedlichen Revolution mit ihren Demonstrationen und Kerzen sei eine Massenbewegung geworden. Viele hatten sich getraut, auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren. Wir haben erlebt, dass es möglich ist, etwas zu verändern, wenn man gemeinsam aufsteht. Es ist sogar möglich, etwas zu verändern, was so betonfest scheint wie die DDR und die Mauer. Das nehmen wir mit aus dem November 1989.

In der Folgezeit mussten die Menschen ihre Leben neu einrichten und die Regeln einer anderen Gesellschaft lernen. Dies sei nicht ohne Verletzungen und Enttäuschung passiert. Weil die Hoffnungen 1989 so groß waren, taten diese Enttäuschungen besonders weh, so Schwesig.

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Diskussionsrunde zu "30 Jahre Mauerfall"

Diskussionsrunde zu "30 Jahre Mauerfall"

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Insgesamt sei die Entwicklung seit 1990 jedoch eindeutig positiv verlaufen. Schwesig verwies auf das Ergebnis einer Umfrage, wonach 88 Prozent der Menschen im Land finden, dass sich Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen 30 Jahren gut entwickelt hat. Die Menschen im Osten haben eine gewaltige Aufbauleistung vollbracht, die Anerkennung und Respekt verdient.

Zum Erbe des Herbstes 1989 gehöre auch Offenheit und ein respektvoller Umgang in der Demokratie. Demokratie ist die Vielfalt von Meinungen. Das auszuhalten, kann anstrengend sein, aber es ist auch spannend. Die Aufgabe von Politik ist es, in der Vielfalt der Meinungen einen Weg zu finden, auf dem möglichst viele mitgehen können. Das ist es, was Demokratie stark macht, so die Ministerpräsidentin.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit Ministerpräsident Daniel Günther im Grenzmuseum in Lübeck-SchlutupDetails anzeigen
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit Ministerpräsident Daniel Günther im Grenzmuseum in Lübeck-Schlutup

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit Ministerpräsident Daniel Günther im Grenzmuseum in Lübeck-Schlutup

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit Ministerpräsident Daniel Günther im Grenzmuseum in Lübeck-Schlutup

Nach der Festveranstaltung in Dassow fuhr die Ministerpräsidentin weiter nach Lübeck, wo sie mit dem Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins Daniel Günther zusammentraf. Auf dem Programm stadnen hier die Eröffnung eines Festes am ehemaligen Grenzübergang und ein Besuch des Grenzmuseums. Ich finde es wichtig, mit einem gemeinsamen Fest an die Grenzöffnung zu erinnern. Es ist ein großes Glück und noch immer ein Anlass zur Freude, dass wir heute wieder in einem vereinten Deutschland leben.

Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern wird in den kommenden Monaten unter dem Motto Gemeinsam 30 an die Ereignisse vor 30 Jahren und das 30-jährige Bestehen des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern erinnern.