447.580 Euro für Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik

Ministerin Hesse: Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald engagiert sich seit vielen Jahren in der Niederdeutschförderung

Nr.128-17  | 12.07.2017  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald verstärkt die Aus-, Fort- und Weiterbildung im Bereich Niederdeutsch von Lehrerinnen und Lehrern sowie Fachkräften in Kindertageseinrichtungen. Dazu hat die Universität Greifswald ein Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik eingerichtet. Das Land unterstützt das Vorhaben in den Jahren 2017 bis 2020 mit insgesamt 447.580 Euro. Die Einrichtung eines solchen Zentrums ist im Landesprogramm „Meine Heimat – mein modernes Mecklenburg-Vorpommern“ vorgesehen.

„Plattdeutsch ist eine lebendige Sprache und gehört zu Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse. „Mir ist die Förderung der niederdeutschen Sprache wichtig. Wenn wir erreichen wollen, dass sich mehr junge Menschen für das Niederdeutsche begeistern, müssen wir auch die Zahl derjenigen erhöhen, die die niederdeutsche Sprache in unseren Schulen vermitteln. An den allgemein bildenden Schulen gibt es derzeit 62 Lehrkräfte, die über eine Lehrbefähigung für das Fach Niederdeutsch verfügen“, erläuterte Hesse.

Aufgabe des Kompetenzzentrums für Niederdeutschdidaktik ist es, die bestehende Lehrerausbildung zu stärken und die berufsbegleitenden Fort- und Weiterbildungsangebote für Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen sowie Lehrerinnen und Lehrer zu unterbreiten. Das Kompetenzzentrum ergänzt die Angebote des Instituts für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) in Schwerin. Außerdem soll das Kompetenzzentrum den Plattdeutsch-Wettbewerb des Landes begleiten, der im Jahr 2018 das nächste Mal ausgetragen wird.

„Seit vielen Jahren engagiert sich die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald in der Niederdeutschförderung“, so Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse. „Die Studienangebote sind gezielt auf die Sprachvermittlung und den Spracherwerb ausgerichtet. Ich freue mich, dass sich die Universität Greifswald bereiterklärt hat, das Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik einzurichten und wünsche den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Erfolg. Sie sind wichtige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für alle, die sich im Fach Niederdeutsch aus-, fort-, und weiterbilden wollen“, so Hesse.

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