Bildungsmonitor 2017: Land macht Sprung nach vorn

Ministerin Hesse: Bildung nicht allein aus wirtschaftlicher Perspektive betrachten

Nr.154-17  | 17.08.2017  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Mecklenburg-Vorpommern hat im Bildungsmonitor 2017 einen Sprung nach vorne gemacht. Im bundesweiten Vergleich der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft belegt der Nordosten Platz sieben. Im Bildungsmonitor 2016 war es noch Platz elf.

„Ich freue mich darüber, dass sich die soziale Herkunft der Kinder vergleichsweise wenig auf ihre Bildungsergebnisse auswirkt. Das ist eine gute Nachricht. Positiv ist ebenfalls die zweithöchste Promotionsquote aller Bundesländer“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Dennoch dürfen wir die Ergebnisse des Vergleichs nicht überbewerten. Der Bildungsmonitor ist keine unabhängige Studie, sondern versucht aus ökonomischer Sicht die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Bildung darzustellen. Bildungserfolge von Kindern und Jugendlichen dürfen wir aber nicht allein aus wirtschaftlicher Perspektive betrachten“, mahnte Hesse.

Handlungsbedarf sieht der Bildungsmonitor beim Anteil der Jugendlichen, die ihre Ausbildung abbrechen, der Altersstruktur von Lehrerinnen und Lehrern und beim Anteil der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im MINT-Bereich.

„Alle angesprochenen Themenfelder sind uns bekannt“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Mit einer zielgerichteten Berufs- und Studienorientierung wollen wir den Übergang von der Schule in den Beruf verbessern. In der Statistik müssen wir aber auch die Jugendlichen bedenken, die in eine andere Ausbildung wechseln. Grund für die Altersstruktur der Lehrerinnen und Lehrer ist das damals beschlossene Lehrerpersonalkonzept von Gewerkschaften und Landesregierung. Im Übrigen müsste mir mal jemand erklären, was gegen erfahrene Lehrerinnen und Lehrer an unseren Schulen spricht. Mit der Kampagne ‚Studieren mit Meerwert‛ werben wir für attraktive Studiengänge in den naturwissenschaftlichen und mathematisch-technischen Fächern. Wir wollen deutlich machen, dass es sich lohnt, einen Beruf im MINT-Bereich zu ergreifen“, erläuterte die Ministerin.

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