Gewinner der Denkmalpreise 2017 stehen fest

Ministerin Hesse übergibt Auszeichnungen in Bad Doberan

Nr.160-17  | 31.08.2017  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Geteilte Freude ist doppelte Freude: Wenn Kulturministerin Birgit Hesse am 10. September die diesjährigen Preise in der Denkmalpflege verleiht, beglückwünscht sie gleich vier Gewinnerinnen und Gewinner. Sowohl der „Friedrich-Lisch-Denkmalpreis“ als auch der „Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche“ gehen in diesem Jahr an je zwei Personen bzw. Initiativen. Die Ministerin übergibt die Auszeichnungen bei der landesweiten Eröffnungsveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals, der in diesem Jahr unter dem Motto „Macht und Pracht“ steht, im Münster zu Bad Doberan.

Den mit 4.000 Euro dotierten „Friedrich-Lisch-Denkmalpreis“ teilen sich der Tischlermeister Ingo Arlt aus Goldberg und der Speicher e. V. Ueckermünde:

Arlt wird für sein bemerkenswertes privates Engagement für den Erhalt der Zwillingsmühlen in Neuvorwerk ausgezeichnet. Mit ihrer fachgerechten Sanierung will er die Windmühlen als technisches Denkmal bewahren, ohne dabei einen wirtschaftlichen Erfolg in Aussicht zu haben.

Der Speicher e. V. Ueckermünde hat es geschafft, mit seinem unermüdlichen Einsatz die historische Speicheranlage in Ueckermünde nicht nur zu erhalten, sondern sie mit einem fantasievollen Konzept zu einem Kulturzentrum zu machen, das Einheimische wie Touristen gerne besuchen.

„Sich mit so viel Zeit und Energie einem Denkmal zu widmen, ist für die jeweilige Region von riesigem Wert“, erklärte die Ministerin im Vorfeld der Preisverleihung. „Die Preisträger arbeiten ja nicht daran, ein Gebäude, sondern vielmehr ein Stück Geschichte zu bewahren und diese Geschichte erlebbar zu machen. Das ist eine Leistung für uns alle.“

Der mit 700 Euro dotierte „Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche“ geht in diesem Jahr an zwei Projekte von Schulen in Wismar und Stralsund:

Was macht die Energiewende mit unserer Kulturlandschaft? Wie vertragen sich Windkraft und Denkmalschutz? Solchen Fragen spürt das Projekt „Denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule“ der Großen Stadtschule Geschwister-Scholl-Gymnasium in Wismar nach. Gemeinsam mit fachkundigen Paten aus Wissenschaft und Politik arbeiten die Jugendlichen brandaktuelle Themen der Denkmalpflege und unserer Gesellschaft auf.

Unter dem Dach der Kirchengemeinde St. Nikolai in Stralsund befassen sich die Kinder der örtlichen Jona Schule in einem Kreativkreis mit dem Baudenkmal St. Nikolai. Dabei haben sie so viel über die baulichen Eigenheiten und die Geschichte der Kirche gelernt, dass die Kinder regelmäßig Führungen anbieten und so mit ihrem Wissen Besucher und Touristen begeistern.

„Dass Denkmalschutz kein angestaubtes Thema ist oder nur ältere Menschen interessiert, zeigen uns diese beiden Projekte. Die beteiligten Kinder und Jugendlichen schaffen es mit ihrer großen Neugier, die Denkmale vom Früher ins Jetzt zu holen“, freute sich Hesse.

Die diesjährige „Lobende Erwähnung“ verbunden mit einem Preisgeld von 300 Euro erhält der Förderverein der Kirche zu Kirch Stück e. V. Der Verein trieb die Sanierung der Kirche St. Georg voran mit dem Ziel, das Gebäude zu einem plattdeutschen Zentrum zu machen. Neben den entsprechenden Kulturveranstaltungen sind vor allem die auf Platt gehaltenen Gottesdienste inzwischen ein echter Besuchermagnet.

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