„Blutiges Gold – Macht und Gewalt in der Bronzezeit“

Neue Archäologie-Ausstellung des Landes ab Oktober in Groß Raden

© Stefan Sauer für das Tollensetal-Projekt. Seit 2009 wird das Schlachtfeld im Tollensetal unter Leitung von Prof. Thomas Terberger und Landesarchäologe Dr. Detlef Jantzen erforscht. Bis jetzt wurden die Knochen von mindestens 130 Toten entdeckt Details anzeigen
© Stefan Sauer für das Tollensetal-Projekt. Seit 2009 wird das Schlachtfeld im Tollensetal unter Leitung von Prof. Thomas Terberger und Landesarchäologe Dr. Detlef Jantzen erforscht. Bis jetzt wurden die Knochen von mindestens 130 Toten entdeckt
© Stefan Sauer für das Tollensetal-Projekt. Seit 2009 wird das Schlachtfeld im Tollensetal unter Leitung von Prof. Thomas Terberger und Landesarchäologe Dr. Detlef Jantzen erforscht. Bis jetzt wurden die Knochen von mindestens 130 Toten entdeckt
© Stefan Sauer für das Tollensetal-Projekt. Seit 2009 wird das Schlachtfeld im Tollensetal unter Leitung von Prof. Thomas Terberger und Landesarchäologe Dr. Detlef Jantzen erforscht. Bis jetzt wurden die Knochen von mindestens 130 Toten entdeckt
Nr.184-17  | 28.09.2017  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Die große Schlacht vor über 3.200 Jahren im Tollensetal steht von Oktober an im Mittelpunkt des Archäologischen Freilichtmuseums Groß Raden. Die Sonderausstellung „Blutiges Gold – Macht und Gewalt in der Bronzezeit“ zeigt Licht- und Schattenseiten einer lange vergangenen Zeit, die durchaus Bezüge zur Gegenwart aufweist. Kulturministerin Birgit Hesse wird die Sonderausstellung am Donnerstag, 5. Oktober 2017, um 18 Uhr eröffnen. Die Archäologie-Schau ist dann für ein Jahr lang im Museumsgebäude des Freilichtmuseums zu sehen.

„Die Archäologie in Mecklenburg-Vorpommern fördert regelmäßig große Schätze zu Tage“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Einige der wertvollsten sind in der neuen Ausstellung zu sehen. Noch wertvoller als das Gold sind aber die Einsichten in die Bronzezeit, die sie uns gewähren: So zeugen sie von ungeahnt gewalttätigen Auseinandersetzungen und von den frühzeitlichen Vorläufern der Globalisierung. Besucherinnen und Besucher können sich durch die Ausstellung in eine faszinierende Welt vor unserer Zeit entführen lassen. Es gibt viel zu entdecken“, so Hesse.

In einem großen Konflikt im Tollensetal standen sich hunderte von jungen Männern gegenüber. Am Ende waren viele von ihnen tot – getroffen von Pfeilen, Lanzen, Schwertern und Keulen. Wie ist dieses Ausmaß von Gewalt zu erklären? Und wer hatte damals die Macht, Kriege zu führen – mit so vielen Beteiligten? Spektakuläre Funde aus Mecklenburg-Vorpommern öffnen den Blick in eine Welt, die von der Ostsee bis an das Mittelmeer vernetzt war. Goldgeschmückte Männer und Frauen mit kiloschwerer Bronzetracht treten auf, dazu eine Dame mit Seidenschleier.

„Das älteste bekannte Schlachtfeld Europas liegt im Tollensetal. Seit der Entdeckung dieser Fundstelle wird die Geschichte der Bronzezeit neu geschrieben“, betonte Landesarchäologe Dr. Detlef Jantzen. „In der Sonderausstellung gehen wir der Frage nach, was wir über Macht und Gewalt in der Bronzezeit wissen. Wie gelangten Frauen und Männer zu diesem Reichtum und welche Rolle spielten sie in der Gesellschaft? Archäologische Schlüsselfunde wie der Kultwagen aus Peckatel oder das Goldschwert aus Güstrow öffnen den Blick in die ‚bronzezeitliche Welt‛“, so Jantzen.

Als Begleitprogramm der Sonderausstellung sind museumspädagogische Angebote für Schulen und ein Begleitheft für Schülerinnen und Schüler geplant.

Weitere Informationen: www.blutiges-gold.de

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