Land veröffentlicht Empfehlungen für inklusiven Schulbau

Ministerin Hesse: Inklusion ist mehr als ein rollstuhlgerechtes Gebäude

Nr.194-17  | 16.10.2017  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Die Landesregierung beginnt mit der Umsetzung des Sonderprogramms für den Schulbau. Die Mittel im Umfang von 110 Millionen Euro stehen für Schulsanierungen und für Umbauten an Schulgebäuden zur Umsetzung der Inklusion bereit. Bei einem Treffen im Bildungsministerium haben Landrätinnen und Landräte sowie die Oberbürgermeister der kreisfreien Städte Empfehlungen für den inklusiven Schulbau erhalten. Bildungsministerin Birgit Hesse hatte den Kriterienkatalog bei der Vorstellung des Sonderprogramms angekündigt. Er enthält Hinweise für Sanierungen, Umbauten und Neubauten von Schulgebäuden, in denen Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Beeinträchtigungen lernen.

„Inklusion ist mehr als ein rollstuhlgerechtes Gebäude. Für Menschen mit Sehbehinderungen sind Orientierungshilfen sehr wichtig. Dazu gehören Treppen- und Stufenmarkierungen, Türbeschriftungen in großer Schrift oder Brailleschrift“, erläuterte Bildungsministerin Birgit Hesse bei dem Treffen. „Inklusion ist für uns alle neu. Wir haben uns deshalb auf eine behutsame Umsetzung verständigt. Mit dem Kriterienkatalog wollen wir die Schulträger beim inklusionsgerechten Schulbau unterstützen. Die Empfehlungen sollen dazu beitragen, landesweit gleiche Bedingungen zu schaffen“, betonte Hesse.

Der Kriterienkatalog bezieht sich auf Schulen mit spezifischer Kompetenz. Dabei handelt es sich laut Inklusionsstrategie des Landes um Schulen, an denen Schülerinnen und Schüler mit den Förderschwerpunkten Sehen, Hören, körperlich-motorische Entwicklung lernen. In der Landesbauordnung ist der gesetzlich notwendige Umfang des barrierefreien Bauens definiert. Barrierefreies Bauen ist bislang jedoch auf rollstuhlgerechtes Bauen ausgerichtet und wird Menschen mit anderen Beeinträchtigungen oftmals nicht gerecht.

In einem nächsten Schritt müssen die Landkreise in Abstimmung mit den Kommunen dem Land rechtsverbindlich mitteilen, bei welchen Standorten es sich zukünftig um Schulen mit spezifischer Kompetenz handeln soll. Insgesamt soll es bis zu 28 Schulen mit spezifischer Kompetenz in Mecklenburg-Vorpommern geben. Die Abstimmungen mit den Beteiligten hierzu laufen bereits seit Januar 2017.

Neben dem Sonderprogramm für den Schulbau im Umfang von 110 Millionen Euro geht die Landesregierung davon aus, dass in der laufenden Wahlperiode weitere 165 Millionen Euro über bestehende Förderprogramme in moderne Schulgebäude investiert werden. Damit stehen insgesamt 275 Millionen Euro für Schulbauvorhaben bereit.

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