Ganztägiges Lernen: Ausbau des Schulnetzes soll weitergehen

Ministerin Hesse: Ganztagsschulen sind wichtig für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Nr.227-17  | 13.12.2017  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Bildungsministerin Birgit Hesse treibt den Ausbau des Netzes an Ganztagsschulen und vollen Halbtagsgrundschulen in Mecklenburg-Vorpommern weiter voran. Schulen, die zum Schuljahr 2018/2019 ihre Organisationsform verändern oder den ganztägigen Betrieb aufnehmen möchten, müssen bis Freitag, 15. Dezember 2017, einen Antrag beim zuständigen Staatlichen Schulamt einreichen. Außerdem soll jeder ganztägig arbeitenden Schule pro Schuljahr ein Grundbudget in Höhe von 2.500 Euro zur Verfügung stehen, um Kooperationspartner in den Schulbetrieb einbinden zu können.

„Ganztagsschulen sind wichtig für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Gerade für Familien, die auf dem Land leben, sind sie wichtig, weil Kinder und Jugendliche nachmittags nicht alleine zu Hause sitzen, sondern mit ihren Freunden an Angeboten teilnehmen können“, bekräftigte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Für Schülerinnen und Schüler wird der Schulalltag abwechslungsreicher. Dies gilt insbesondere, wenn Schulen mit Kooperationspartnern in den Bereichen Jugendbildung, Kultur, Sport, den Feuerwehren oder dem THW zusammenarbeiten. Ich wünsche mir, dass unsere Schulen diese Zusammenarbeit künftig weiter ausbauen“, so Hesse.

Das Land will im kommenden Jahr mit den entsprechenden Verbänden eine Rahmenvereinbarung zum ganztägigen Lernen unterzeichnen. Zu den Partnern sollen u. a. der Landessportbund und das Netzwerk Kulturelle Kinder- und Jugendbildung zählen. Neben der Pauschale in Höhe von 2.500 Euro für jede ganztägig arbeitende Schule, können Schulen vom kommenden Schuljahr an durch die Inanspruchnahme weiterer Lehrerstunden ihr Finanzbudget erweitern. Erstmalig gibt es für die verschiedenen Formen des ganztägigen Lernens, also der vollen Halbtagsgrundschule, gebundenen, teilweise gebundenen oder offenen Ganztagsschule, verbindliche Standards.

„Seit dem Schuljahr 2015/2016 baut das Land das Netz an Ganztagsschulen und vollen Halbtagsgrundschulen stufenweise aus“, betonte Bildungsministerin Hesse. „Seitdem nehmen weitere 6.185 Schülerinnen und Schüler am ganztägigen Lernen teil. 194 Schulen haben für mehrere Jahre eine verbindliche Personalausstattung erhalten. Sie können dadurch ihre Angebote mit außerschulischen Kooperationspartnern besser planen und langfristig umsetzen. Außerdem setze ich mich dafür ein, dass in dieser Legislaturperiode bis zu 10.000 zusätzliche Ganztagsplätze geschaffen werden“, so Hesse.

Für die Ganztagsschulen und vollen Halbtagsgrundschulen stellt das Land bislang pro Jahr 26 Mio. Euro bereit. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 337 ganztägig arbeitende Schulen. Das sind ca. 65 Prozent aller öffentlichen allgemein bildenden Schulen. Bezogen auf die Gesamtzahl der Schüler der Primarstufe und Sekundarstufe I nimmt bereits jeder zweite Schüler an ganztägigen Angeboten teil. Im Schuljahr 2016/2017 waren das insgesamt 71.102 Schülerinnen und Schüler. Das ist ein Anstieg um ca. 10 Prozent gegenüber dem Schuljahr 2014/2015.

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