NAKO-Gesundheitsstudie: Land stockt finanzielle Unterstützung auf

Ministerin Hesse: Studie trägt entscheidend zur Sicherung von Fachkräften bei

Nr.001-18  | 02.01.2018  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Die NAKO-Gesundheitsstudie startet im Jahr 2018 in die nächste Runde. Bund und Länder haben eine stärkere finanzielle Unterstützung für die bislang größte deutsche Gesundheitsstudie in Aussicht gestellt. Die entsprechende Vereinbarung ist mit Beginn des Jahres in Kraft getreten. Der Anteil des Landes Mecklenburg-Vorpommern wird sich für die Jahre 2013 bis 2023 von insgesamt ca. 3,2 Mio. Euro auf voraussichtlich ca. 3,9 Mio. Euro erhöhen. Das Gesamtfördervolumen der Studie für die erste und zweite Phase steigt von 210 Mio. Euro auf bis zu 256 Mio. Euro.

„Mecklenburg-Vorpommern spielt bei der NAKO-Gesundheitsstudie eine wichtige Rolle. Bei uns im Land werden 20.000 Menschen untersucht“, erläuterte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Bund und Länder haben sich auf eine stärkere finanzielle Unterstützung verständigt, um weitere Untersuchungszeiten zu ermöglichen. Außerdem soll es eine MRT-Zweituntersuchung geben. Die MRT-Untersuchung soll an fünf der 18 Studienzentren erfolgen. Der Standort Greifswald/Neubrandenburg zählt dazu“, betonte Hesse.

Das Studienzentrum Greifswald/Neubrandenburg ist mit 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eines der beiden größten Zentren der NAKO-Gesundheitsstudie. Deutschlandweit nehmen 200.000 Probandinnen und Probanden an der Studie teil. Neben den MRT-Untersuchungen wird am Studienzentrum Greifswald/Neubrandenburg das Datenmanagement betrieben. Bisher sind dort 77 qualifizierte Arbeitsplätze durch die NAKO-Gesundheitsstudie entstanden.

„Von der NAKO-Studie profitieren wir alle“, so Wissenschaftsministerin Hesse. „Die Studie trägt entscheidend zu Sicherung von Fachkräften im Gesundheitssektor des Landes bei. Die Universitätsmedizin Greifswald kann ihre führende Stellung auf den Gebieten der Community Medicine und der Individualisierten Medizin ausbauen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zur Einwerbung von Drittmitteln weiter stärken. Die Forschungsergebnisse zur Diagnose, Therapie und Vorbeugung von Volkskrankheiten hilft letztlich jeder Bürgerin bzw. jedem Bürger“, sagte Hesse.

Die NAKO-Gesundheitsstudie, die im Jahr 2013 unter dem Namen „Nationale Kohorte“ gestartet ist, erforscht die Entstehung von Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Demenz oder Herzinfarkt. Finanziert wird die Studie durch das Bundesbildungsministerium, die 14 beteiligten Länder und die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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