Schuljahr 2016/2017: Quote der Schüler ohne Berufsreife wieder gesunken

Ministerin Hesse: Berufsreife ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Start ins Arbeitsleben

Nr.024-18  | 15.02.2018  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

In Mecklenburg-Vorpommern ist im Jahr 2017 der Anteil von Schülerinnen und Schülern ohne Schulabschluss gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Die Quote der Mädchen und Jungen ohne Berufsreife lag bei 8,7 Prozent. Nach einem vorübergehenden Anstieg auf 9,2 Prozent im Jahr 2016 ging sie damit wieder leicht zurück. In den Jahren 2015 und 2014 lag der Anteil der Schulabbrecher bei 8,4 Prozent. Im Jahr 2008 waren es noch 15,8 Prozent.

„Die Berufsreife ist die Voraussetzung für einen erfolgreichen Start ins Arbeitsleben“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Mit der Berufsreife können sich Schülerinnen und Schüler auf einen Ausbildungsplatz bewerben. Deswegen ist dieser Schulabschluss so wichtig. Die Zahlen der Schulabgänger zeigen auch, dass sich das freiwillige 10. Schuljahr an Förderschulen bewährt. Dieses Angebot ist ein Beitrag zur Chancengleichheit. Die Erfolgsquote lag im Jahr 2017 bei 91 Prozent und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt gestiegen“, erläuterte die Ministerin.

Das freiwillige 10. Schuljahr an Förderschulen ist neben 9+ und dem Produktiven Lernen eines der zusätzlichen Angebote, mit denen Schülerinnen und Schüler die Berufsreife erlangen können. Ziel der Landesregierung ist es, die Zahl der Mädchen und Jungen ohne Schulabschluss so gering wie möglich zu halten. Leichte Veränderungen gab es im Jahr 2017 bei der Abiturientenquote.

„Wer das Abiturzeugnis in den Händen hält, kann stolz auf sich sein. Das ist eine tolle Leistung“, sagte Bildungsministerin Hesse. „Mit 36 Prozent war die Quote der Schülerinnen und Schüler mit Abitur im Jahr 2017 leicht höher als im Jahr davor. Damals lag die Quote bei 35,9 Prozent. Aber nicht jede Schülerin bzw. jeder Schüler muss das Abitur machen. Mit der Berufsreife und Mittleren Reife ergeben sich genauso gute Perspektiven. In Mecklenburg-Vorpommern sind die Unternehmen auf Jugendliche angewiesen, die eine duale Ausbildung anstreben. Es gibt viele attraktive Lehrstellen“, so Hesse.

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