1,3 Mio. Euro für die Handwerksausbildung im östlichen Mecklenburg und in Vorpommern

Ministerin Hesse: Kleine und mittlere Betriebe bei der Berufsausbildung unterstützen

Nr.077-18  | 25.04.2018  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Um die berufliche Grund- und Fachbildung in produktionsunabhängigen Werkstätten weiter zu vertiefen und die Berufsausbildung an technologische, wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Entwicklungen anzupassen, unterstützt das Land die überbetriebliche Ausbildung in Ostmecklenburg und Vorpommern in diesem Jahr mit rund 1,3 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF). Sie versetzen die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern (OMV) in die Lage, kleinen und mittleren Unternehmen die Ausbildungslehrgänge kostengünstiger anbieten zu können.

„Die überbetriebliche Ausbildung ist Teil des dualen Systems der Berufsausbildung im Handwerk. Sie hat die Aufgabe, kleine und mittlere Betriebe bei der handwerklichen Berufs­ausbildung zu unterstützen“, erläuterte Bildungsministerin Birgit Hesse. „In den überbetrieblichen Lehrgängen erhalten die Auszubildenden die Kenntnisse und Fertigkeiten, die kleine und mittlere Betriebe nicht vermitteln können. Dies liegt vor allem daran, dass die Berufsbilder immer speziali­sierter werden und die Anforderungen an die Ausbildung steigen. Das Land wiederum unterstützt die Ausbildungsbetriebe, indem es die überbetriebliche Handwerksausbildung und die Unterbringung der Auszubildenden in Internaten mitfinanziert. So können die Ausbildungskosten der Hand­werksbetriebe reduziert werden. Die Fachkräftesicherung durch die berufliche Erstausbildung wird somit attraktiver“, betonte Hesse.

In den drei Bildungszentren Handwerkskammer OMV und bei ihren Ausbildungspartnern können mit Hilfe des Landes 2018 bis zu 913 Lehrgänge unterstützt werden. Die praktischen Lehrgänge finden vom ersten bis zum vierten Ausbildungsjahr statt.

Beispiel Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung im Ausbildungsberuf zum/r Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik:

Die Vollversammlung der Handwerkskammer beschließt die Durchführung von ÜLU-Lehr­gängen im Ausbildungsberuf zum/r Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Kli­matechnik (Grund- und Fachstufe). Damit sind Lehrgänge dieser Fachrichtung für die ausbildenden Unternehmen im Kammerbereich verpflichtend. Auszubildende in diesem Beruf wer­den insgesamt 15 Wochen im Bildungszentrum der Kammer unterwiesen. Eine Woche da­von wird der Auszubildende z. B. im Bereich „Elektrische Komponenten und Verdrahtungstechnik“ unterwiesen.

Die Maßnahme beinhaltet folgende Themen: Planen und Steuern von Arbeitsaufträgen; Kontrollieren und Beurteilen der Arbeitsergebnisse, Instandhalten versorgungstechnischer Anlagen und Systeme, Herstellen elektrischer Anschlüsse von Komponenten versorgungstechnischer Anlagen und Systeme und das Installieren elektrischer Baugruppen und Komponenten versorgungstechnischer Anlagen und Systeme. Bis zu 46 Lehrgänge mit 184 Teilnehmenden im Ausbildungsberuf zum/r Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik können 2018 im Einzugsgebiert der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern gefördert werden.

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