Schutz des Kulturerbes unter Wasser gestärkt: Land schafft Stelle für Unterwasserarchäologie

Ministerin Hesse: Archäologisches Erbe unter Wasser erhalten und erforschen

Nr.084-18  | 08.05.2018  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Mecklenburg-Vorpommern hat einen neuen hauptamtlichen Unterwasserarchäologen. Das Land hat die Stelle eines Dezernenten für Bodendenkmale unter Wasser im Landesamt für Kultur und Denkmalpflege neu eingerichtet. Kulturministerin Birgit Hesse hat den Unterwasserarchäologen Dr. Jens Auer heute an seinem ersten Arbeitstag in Schwerin offiziell begrüßt.

„Mecklenburg-Vorpommern ist reich an archäologischen Schätzen“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Archäologische Funde gibt es aber nicht nur an Land, sondern viele schlummern auch unter Wasser auf dem Boden der Ostsee. Mit der neuen Stelle eines Unterwasserarchäologen leistet das Land einen wichtigen Beitrag, das archäologische Erbe unter Wasser zu erhalten und zu erforschen. Ich freue mich, dass wir Herrn Dr. Auer für diese Herausforderung gewinnen konnten. Er verfügt über umfangreiche wissenschaftliche und praktische Erfahrungen im In- und Ausland. Ich wünsche Herrn Dr. Auer viel Erfolgt bei seiner Arbeit und einen guten Start“, so Hesse.

Zu den Aufgaben des Unterwasserarchäologen gehören die Erfassung der Bodendenkmale in den Küsten- und Binnengewässern, ihre wissenschaftliche Erforschung, die Veröffentlichung der Ergebnisse, die fachliche Beratung von Behörden, Bauherren und Planern sowie die Vorbereitung und Planung von Maßnahmen zur Bergung, Dokumentation, Sicherung und wissenschaftlichen Ausgrabung von Bodendenkmalen unter Wasser. Ein wichtiger Schwerpunkt ist auch die Ausbildung und Betreuung der ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegerinnen und Bodendenkmalpfleger. Der neue Dezernent soll darüber hinaus eng mit dem Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte der Universität Rostock zusammenarbeiten.

Mecklenburg-Vorpommern gilt als das gewässerreichste Bundesland. 2.033 Seen, 18.000 km Fließgewässer und rund 770.000 ha Küstengewässer enthalten ein reichhaltiges archäologisches Erbe. Alleine in den Küstengewässern sind rund 1.800 archäologische Fundstellen bekannt, die eine Zeitspanne von der Steinzeit bis in die Neuzeit abdecken. Viele archäologische Fundstellen sind unter Wasser besonders gut erhalten geblieben.

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