Christian Schmidt als Ärztlicher Vorstand der UMR wieder eingesetzt

Nr.119  | 20.07.2018  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Universitätsmedizin Rostock (UMR), Staatssekretär Sebastian Schröder, hat heute entschieden, die vorläufige Freistellung von Prof. Christian Schmidt aufzuheben und ihn ab sofort wieder als Ärztlichen Vorstand einzusetzen. Dem vorausgegangen war eine Telefonkonferenz unter den Mitgliedern des Aufsichtsrats, deren Teilnehmer die Entscheidung mittragen. 

Gegen Prof. Schmidt bestand der Verdacht, gravierende, eventuell strafrechtlich relevante Verstöße u.a. im Zusammenhang mit Nebentätigkeiten begangen zu haben. Den Vorwürfen ist der Aufsichtsrat konsequent nachgegangen. Er hat externe Rechtsanwälte beauftragt, die Verdachtsmomente und die dienstrechtlichen Konsequenzen zu prüfen.

Die Anwälte kommen nun zu dem Schluss, dass eine Weiterbeschäftigung Schmidts als Ärztlicher Vorstand möglich ist. Insbesondere haben sich strafrechtliche Vorwürfe im Zuge der dienstrechtlichen Überprüfungen nicht erhärtet. Soweit Verstöße gegen einzelne Dienstvorschriften in Rede standen, rechtfertigen diese eine fristlose Kündigung nicht. 

Der Aufsichtsrat erwartet von Schmidt absolute Regeltreue bei der künftigen Ausübung seiner Tätigkeit.

„Die Vorwürfe, die im direkten Zusammenhang mit Christian Schmidt als Person stehen, sind soweit überprüft, dass wir seine Rückkehr ins Unternehmen ermöglichen können“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Schröder. Er sei zuversichtlich, dass Prof. Schmidt an seine in der Vergangenheit gezeigten guten beruflichen Leistungen anknüpfen werde. 

Es gebe darüber hinaus aber noch weitere Vorgänge im Unternehmen, wie etwa die Auftragsvergabe an die Docserv GmbH, die der Aufsichtsrat mit externer Unterstützung untersuche. Es wurde gemeinsam vereinbart, dass Schmidt sein Amt als Vorstandsvorsitzender bis zum Ende der Untersuchung ruhen lässt, um eine objektive Aufklärung in der UMR zu ermöglichen. Das Amt als Ärztlicher Vorstand bleibt davon unberührt. 

Schröder sieht das Vertrauensverhältnis des Aufsichtsrats zu Schmidt zwar merklich belastet, richtet den Blick aber auch nach vorn: „Jetzt gilt es, verlorenes Vertrauen wiederzugewinnen, dazu wird auch Prof. Schmidt beitragen. Ich gehe davon aus, dass sich alle Beteiligten intensiv darum bemühen, wieder eine gemeinsame Basis zu schaffen, um die Zusammenarbeit im Sinne des Unternehmens, der Beschäftigten und der Patienten fortzuführen.“

Schröder betonte: „Vonseiten des Aufsichtsrats diente die vorläufige Freistellung von Prof. Schmidt ausschließlich der zügigen und reibungslosen Aufklärung und entsprach zu keinem Zeitpunkt einer Vorverurteilung. Wir hatten unsere Anwälte beauftragt, sowohl belastende als auch entlastende Fakten und Aussagen zu gewichten und ergebnisoffen zu analysieren. Stand jetzt ist es angezeigt, Prof. Schmidt wieder einzusetzen.“ 

Sobald der schriftliche Abschlussbericht der Rechtsanwälte Roxin vorliegt, wird er der Staatsanwaltschaft übergeben, die in eigener Zuständigkeit darüber befindet.

 

 

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