Land macht Fortschritte bei der Inklusion in der Schule

Ministerin Hesse: Wir setzen die Inklusion Schritt für Schritt und mit Augenmaß um

Nr.143-18  | 03.09.2018  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

In Mecklenburg-Vorpommern besuchen immer weniger Kinder und Jugendliche eine Förderschule. Im Schuljahr 2008/2009 lag der Anteil an Förderschülerinnen und Förderschülern bei 8,8 Prozent. Im Schuljahr 2016/2017 ist er auf 6 Prozent gesunken. Das geht aus dem Lagebericht 2018 „Unterwegs zur inklusiven Schule“ hervor, den die Bertelsmann-Stiftung erstellt hat. Ein Grund für diese positive Entwicklung liegt vor allem in der Inklusion der Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen, die eine Regelschule besuchen.

„Wir setzen die Inklusion Schritt für Schritt und mit Augenmaß in den Schulen um. Wir wollen alle mitnehmen und niemanden überfordern“, bekräftigte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Die Ergebnisse der Studie bestätigen mich in dem Weg, den wir eingeschlagen haben. Doch Inklusion ist kein Selbstzweck. Es gibt Kinder, die in besonderen Lerngruppen, eine bessere individuelle Förderung erhalten als in einer Regelklasse. Deswegen schaffen wir die Schulen mit spezifischer Kompetenz und die Förderschulen mit den Schwerpunkten Hören, Sehen, körperlich-motorische Entwicklung, emotionale und soziale Entwicklung, geistige Entwicklung und für den Unterricht kranker Schülerinnen und Schüler bleiben erhalten“, betonte Hesse.

Seit dem Schuljahr 2010/2011 werden in Mecklenburg-Vorpommern Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen an Regelschulen eingeschult, um ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. Mit 6 Prozent weist Mecklenburg-Vorpommern zwar den bundesweit höchsten Anteil von Förderschülerinnen und Förderschülern auf, er hat sich aber über die Jahre dem Bundesdurchschnitt angenähert. Der Bundesschnitt lag im Schuljahr 2016/2017 bei 4,3 Prozent. Gleichzeitig werden im Nordosten aber auch mehr Schülerinnen und Schüler als im Bundesdurchschnitt inklusiv beschult.

„In unserem Land gibt es vergleichsweise viele Kinder und Jugendliche, bei denen ein sonderpädagogischer Förderbedarf diagnostiziert wird. Allerdings ist dieser deutlich zurückgegangen von 11,2 Prozent im Schuljahr 2008/2009 auf 9,8 Prozent im Schuljahr 2016/2017“, erläuterte Bildungsministerin Hesse. „Die Ursache für diesen Rückgang sehe ich in der strukturellen Neuordnung der Diagnostik und in der erfolgreichen Einführung der landesweit einheitlichen Standards bei der Diagnostik“, sagte Hesse. Die Diagnostik habe das Ziel, Schülerinnen und Schüler zum besten Lernangebot zu führen.

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