Qualitätsverbesserungen im Lehramtsstudium geplant

Ministerin Hesse: Lehramtsstudium für alle Seiten erfolgreicher gestalten

Nr.205-18  | 21.11.2018  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

In Mecklenburg-Vorpommern sollen mehr Lehramtsstudierende die Universitäten mit einem Abschluss verlassen. Ende dieses Monats wollen sich das Bildungsministerium, die Universität Greifswald und die Universität Rostock, Studierendenvertreter, Schulleitungen und weitere Experten in einer Arbeitsgruppe austauschen, wie unter den jetzigen Bedingungen und mit den vorhandenen Ressourcen das Lehramtsstudium im Land verbessert werden kann. Über die Qualität des Lehramtsstudiums haben heute auch die Abgeordneten im Landtag debattiert.

„Mecklenburg-Vorpommern ist nach meiner Kenntnis bislang das einzige Bundesland, das auf Basis einer wissenschaftlichen Untersuchung die Studienverläufe von Lehramtsstudierenden unter die Lupe nimmt“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Die Ergebnisse zu den Erfolgen und Misserfolgen im Lehramtsstudium sind alles andere als zufriedenstellend. Wir müssen nachhaltige Lösungen und Verbesserungen schaffen, die auch die verantwortlich Handelnden an den Universitäten mittragen und umsetzen. Unsere Schulen können ausgebildete Lehrkräfte gut gebrauchen“, betonte Hesse.

Die Studie „Studienerfolg und -misserfolg im Lehramtsstudium“, die unter fachlicher Leitung von Professor Falk Radisch von der Universität Rostock erstellt wurde, weist nach, dass die Zahl der Lehramtsstudierenden, die in der Regelstudienzeit das Studium in Greifswald und Rostock absolvieren, in vielen Fächern und Lehrämtern deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt.

„Die Aufgabe, die vor den Vertreterinnen und Vertretern in der Arbeitsgruppe liegt, ist mit hohem Aufwand verbunden“, sagte Hesse. „Aber an beiden Universitäten gibt es nicht erst seit Bekanntwerden der Studienergebnisse Ideen und Überlegungen, wie das Lehramtsstudium für alle Seiten erfolgreicher gestaltet werden kann. Das hohe Gut der Freiheit von Forschung und Lehre ist kein Freifahrtschein für ein ‚Weiter so‛. Diese Botschaft ist bei allen Beteiligten angekommen“, versicherte Hesse.

Geleitet werden soll die Arbeitsgruppe von den beiden zuständigen Prorektoren für Studium und Lehre in Greifswald und Rostock. Neben dem Ministerium, Schulleitungen und Studierendenvertretern soll auch das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) an der Universität Rostock eingebunden werden. Mit der Direktorin des Didaktischen Zentrums der Universität Oldenburg, Barbara Moschner, sowie dem Direktor des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Potsdam, Andreas Borowski, stehen zwei ausgewiesene Experten von außerhalb zur Verfügung.

Folgende Ziele sollen verfolgt werden:

  • Verbesserungen in der Eignungsabklärung
  • Verbesserte Betreuung in der Studieneingangsphase
  • Verbesserungen im curricularen Aufbau und Ablauf des Studiums
  • Verstärkung des Berufsfeldbezugs/der Praxisnähe
  • Verbesserungen der organisatorischen Studienabläufe
  • Steigerung der Wertschätzung des Lehramtsstudiums

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