Auslandserfahrungen in der Ausbildung ermöglichen

Ministerin Hesse: Fernweh sollte junge Menschen nicht nur in den Ferien in andere Länder treiben

Nr.017-19  | 29.01.2019  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ unterstützt Unternehmen, berufliche Schulen, Bildungseinrichtungen und Kammern, die Jugendlichen während ihrer Ausbildung Auslandserfahrungen ermöglichen wollen. Noch bis 5. Februar 2019 können Anträge auf eine Finanzierung von Mobilitätsprojekten in der beruflichen Bildung bei der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung eingereicht werden. Informationen zum Antragsverfahren sind unter www.na-bibb.de erhältlich.

„Fernweh sollte junge Menschen nicht nur in den Ferien in andere Länder treiben“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Durch einen Auslandsaufenthalt während ihrer Erstausbildung erwerben junge Menschen Fremdsprachenkenntnisse, sammeln wichtige Berufserfahrungen und entwickeln sich auch persönlich weiter. Das alles trägt zur Steigerung der Attraktivität einer dualen Berufsausbildung bei. Ein neues Netzwerk in Mecklenburg-Vorpommern will die internationale Mobilität von Auszubildenden und Akteuren der beruflichen Bildung fördern. Dieses Engagement freut mich sehr“, betonte Hesse.

Das Netzwerk hat sich Ende November 2018 in Schwerin gegründet. Neben staatlichen und privaten beruflichen Schulen sind überbetriebliche Aus- und Weiterbildungseinrichtungen, Ausbildungsbetriebe, die Industrie- und Handelskammer zu Schwerin und die Deutsch-Ungarische Gesellschaft für Mecklenburg-Vorpommern e. V. daran beteiligt. Ziel ist es, mehr Auszubildenden und auch Lehrkräften und dem Ausbildungspersonal in Unternehmen berufsbezogene Auslanderfahrungen zu ermöglichen. Hierfür sollen langjährige Partnerschaften zwischen beruflichen Schulen und Unternehmen mit Einrichtungen im Ausland aufgebaut werden.

Laut Statistik der Nationalen Agentur Bildung für Europa ist die Zahl der geförderten Projekte in Mecklenburg-Vorpommern, die über Erasmus+ finanziert worden sind, seit 2016 rückläufig. 2016 verzeichnete die Agentur 229 Auszubildende, die Auslandserfahrungen während der Ausbildung gesammelt haben. Im Jahr 2018 waren es nur 135 Jugendliche. Das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ ist das Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union. Erasmus+ ist für die Förderperiode von 2014 bis 2020 mit einem Budget in Höhe von insgesamt 14,8 Milliarden Euro ausgestattet. Mehr als vier Millionen Menschen sollen bis 2020 von den EU-Mitteln profitieren.

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