Fachkräftesicherung

Gut ausgebildete und motivierte Fachkräfte sind das Rückgrat der Innovationskraft von Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern. Die duale Ausbildung ist die zentrale Säule zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses in der Wirtschaft. Die Kombination von betrieblicher Praxis und Berufsschule bietet Jugendlichen gute Voraussetzungen, um in das Arbeitsleben zu starten. Mit der dualen Berufsausbildung genießt Deutschland international hohes Ansehen. Das duale Ausbildungssystem trägt entscheidend dazu bei, dass Deutschland die geringste Jugendarbeitslosigkeit in der Europäischen Union aufweisen kann.

Landesregierung stärkt berufliche Bildung

Berufliche und akademische Bildung sind gleichwertig. Die Landesregierung setzt sich dafür ein, dass diese Gleichwertigkeit gesellschaftlich stärker wahrgenommen wird. Im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) wird eine mindestens dreijährige berufliche Erstausbildung Niveau 4 zugeordnet, Abschlüsse als Bachelor, Meister/in oder Techniker/in entsprechen Niveau 6 des DQR. Der DQR ist ein Übersetzungsinstrument, mit dessen Hilfe alle Qualifikationen des deutschen Bildungssystems den acht Niveaus des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) zugeordnet werden. So sollen die Bildungssysteme in der Europäischen Union vergleichbarer, Bewerbungen und Jobwechsel innerhalb der EU einfacher werden.

Fachbereich „Berufliche Bildung und Fachkräftesicherung“

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur überwacht im Rahmen der Rechtsaufsicht über die Industrie- und Handelskammern (IHK) und die Handwerkskammern (HWK) in Mecklenburg-Vorpommern die duale Ausbildung gemäß Berufsbildungsgesetz (BBiG) und Handwerksordnung (HwO). Das Bildungsministerium genehmigt u. a. Prüfungsordnungen, beruft die Mitglieder des Landesausschusses für Berufsbildung (LAB) und führt dessen Geschäftsstelle. Der Landesausschuss für Berufsbildung ist paritätisch mit Beauftragten der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und der obersten Landesbehörden besetzt und berät die Landesregierung in Fragen der Berufsbildung. Zudem errichtet das Ministerium im Handwerk die Meisterprüfungsausschüsse als staatliche Prüfungsbehörden (MPA) und ernennt deren Mitglieder.

Bündnisse für die berufliche Bildung

Um allen jungen Menschen in Mecklenburg-Vorpommern einen erfolgreichen Übergang von der Schule in das Berufsleben zu ermöglichen, haben die Landesregierung, die Sozialpartner und die Bundesagentur für Arbeit im Bündnis für Arbeit ein Landeskonzept für den Übergang von der Schule in den Beruf auf den Weg gebracht. Ziel des Fachkräftebündnisses ist es, Programme und Angebote zur Sicherung des Fachkräftebedarfs zu entwickeln. Um die berufliche Bildung in Deutschland insgesamt zu stärken, haben Bund, Länder, Wirtschaft, Gewerkschaften und die Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2014 die Allianz für Aus- und Weiterbildung gestartet und 2019 neu ausgerichtet.

Wandel der Berufs- und Arbeitswelt im Blick

Der technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Wandel stellt hohe Anforderungen an die Qualifikation der Fachkräfte in den Unternehmen. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ist das Kompetenzzentrum zur Erforschung und Weiterentwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Deutschland. Es identifiziert Zukunftsaufgaben, fördert Innovationen und entwickelt neue, praxisorientierte Lösungsvorschläge. Das Land ist im Hauptausschuss des BIBB, dem Beratungsorgan der Bundesregierung, in grundsätzlichen Fragen der beruflichen Bildung, vertreten.

Kontakt

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Abteilung 5 - Schulaufsicht und berufliche Bildung
Referat 5E
Werderstraße 124
19055 Schwerin
Andreas Petters
Telefon: 0385 588-7626