Unterricht

Woche für Woche sorgen die Lehrerinnen und Lehrer an allgemein bildenden und beruflichen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern für abwechslungsreichen Unterricht. Die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler spielt dabei eine große Rolle. Die Kontingentstundentafeln legen fest, welche Fächer mit welcher Stundenzahl in den einzelnen Jahrgangsstufen unterrichtet werden. Ziele und Inhalte des Unterrichts an den allgemein bildenden und beruflichen Schulen werden in den Rahmenplänen festgehalten. Die Rahmenpläne sollen Schritt für Schritt überarbeitet und den aktuellen Entwicklungen angepasst werden.

Eine Lehrerin steht an der Tafel und spricht zu ihren Schülerinnen und Schüler, die vor ihr an Tischreihen sitzen. Foto: Silke WinklerDetails anzeigen
Eine Lehrerin steht an der Tafel und spricht zu ihren Schülerinnen und Schüler, die vor ihr an Tischreihen sitzen. Foto: Silke Winkler

Wie wird das Wetter? - Sachkundeunterricht in Klasse 2 der Friedensschule in Schwerin. Foto: Silke Winkler

Wie wird das Wetter? - Sachkundeunterricht in Klasse 2 der Friedensschule in Schwerin. Foto: Silke Winkler

Land stärkt Kernfächer Deutsch und Mathematik

Lesen, Schreiben und Rechnen zählen zu den Grundfertigkeiten, die Schülerinnen und Schüler beherrschen müssen, um Erfolg zu haben. Das Land hat einen Mindestwortschatz für Grundschulen mit einem Umfang von 800 Wörtern eingeführt. Er legt fest, welchen Wortschatz die Kinder am Ende der Jahrgangsstufe 4 können sollen. Seit dem Schuljahr 2016/2017 erhalten Grundschülerinnen und Grundschüler außerdem mehr Deutschunterricht. Auch an weiterführenden Schulen gibt es besondere Förderangebote: Die Programme „Lesen macht stark“ und „Mathe macht stark“ sollen Jugendlichen unterstützen, die mehr Lernzeit benötigen. Außerdem können Mädchen und Jungen in den Klassenstufen 5 bis 9 durch Ergänzungsstunden zusätzlichen Unterricht wahlweise in den Kernfächern Deutsch, Mathematik oder Englisch erhalten.

Qualität des Unterrichts weiterentwickeln

Im Schulprogramm beschreibt jede Schule, wie sie ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag erfüllen will. Das Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) unterstützt Lehrerkollegien bei der Evaluation. Außerdem bietet es Fort- und Weiterbildungen für Lehrerinnen und Lehrer an. Die jährlich stattfindenden Sommer- und Winterakademien legen den Fokus auf die Qualität des Unterrichts und die Unterrichtsentwicklung. Durch die Vergleichsarbeiten (VERA) können sich Lehrkräfte ein Bild von den Schülerleistungen machen und die eigene Unterrichtspraxis und -planung reflektieren. Darüber hinaus beteiligen sich die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern an nationalen und internationalen Bildungsstudien.

Leistungsvergleiche und Bildungsstudien

VERA

VERA ist die Abkürzung für die „VERgleichsArbeiten“, die seit dem Jahr 2008 bundesweit durchgeführt werden. Unter VERA werden Lernstandserhebungen in Klasse 3 und 8 zusammengefasst, in denen der Leistungsstand von Schülerinnen und Schülern in den Fächern Deutsch und Mathematik (in der Jahrgangsstufe 8 auch Englisch und Französisch) ermittelt werden soll. Zusätzlich gibt es einige Länder, die unter der Bezeichnung VERA Lernstandserhebungen in der Klassenstufe 6 durchführen. Mecklenburg-Vorpommern zählt dazu. Wichtig zu wissen: VERA prüft ab, was Schülerinnen und Schüler am Ende der nächsthöheren Jahrgangsstufe können sollen. So kann das Entwicklungspotenzial aufgezeigt werden.

IGLU

IGLU ist die deutsche Abkürzung für „Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung“. Die internationale Bezeichnung lautet PIRLS („Progress in International Reading Literacy Study“). Mit IGLU/PIRLS wird das Leseverständnis von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 4 international vergleichend getestet.

TIMMS

TIMSS (Trends in International Mathematics and Science Study) ist eine international vergleichende Schulleistungsuntersuchung, an der sich Deutschland seit 2007 beteiligt. Es werden alle vier Jahre die mathematischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern am Ende der Grundschulzeit erfasst.

PISA

PISA steht für „Programme for International Student Assessment“ und ist ein weltweiter Schülervergleichstest. Die Studie wird im Auftrag der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) alle drei Jahre erstellt. Sie erfasst die Kompetenzen von 15-jährigen Schülerinnen und Schüler beim Lesen, in der Mathematik und den Naturwissenschaften. Bei jeder Untersuchung wird ein Schwerpunkt abgefragt. Seit dem Jahr 2009 erfolgt der Schulleistungsvergleich innerhalb Deutschlands als Vergleichsuntersuchung der Länder. Darin wird festgestellt, ob die Schülerinnen und Schüler die Lernziele erreichen, die durch die Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz festgelegt sind. Die Bildungsstandards geben vor, welche Fähigkeiten und Kenntnisse ein Schüler einer bestimmten Jahrgangsstufe in den einzelnen Fächern erworben haben soll.

Kontakt

Hausanschrift
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern
Abteilung 2 - Bildungsplanung und Schulentwicklung
Werderstraße 124
19055 Schwerin
Abteilungsleiter
Thomas Jackl
Telefon: 0385 588-7020
Telefax: 0385 588-7029

Publikationen und Dokumente

Publikationen

Rechtsvorschriften

Verordnung über die Kontingentstundentafeln an den allgemein bildenden Schulen (Kontingentstundentafelverordnung - KontStTVO M-V)